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Strand Kolberg
Am Strand von Kolberg, Bild: Robert Haandrikman / shutterstock

Kolberg in Westpommern: das beschaulichste polnische Seebad

Das polnische Kolberg in Westpommern ist ein Seebad mit viel Tradition, das auch als Hafenstadt bekannt ist. Vor allem für Familien und Touristen, die es gerne ruhig und beschaulich mögen, ist Kolberg die ideale Urlaubsdestination. Denn mit nur etwa 47.000 Einwohnern ist Kolberg eine recht überschaubare Stadt, in der man sich bestens zu Fuß fortbewegen kann. Dazu liegt die Stadt unmittelbar an der Ostseeküste und besticht mit weißen Sandstränden vor romantischem Wellenrauschauen. Die Strandpromenade lädt zu erholsamen Spaziergängen ein. Daneben gibt es einige erhabene Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel den Kolberger Dom zu besichtigen. Außerdem hat die Stadt, gemessen an ihrer Größe, überraschend viele Museen aufzuweisen, die auch einen regnerischen Urlaubstag in eine Erlebnistag zu verwandeln wissen.

Der Kolberger Dom

Der Kolberger Dom, der auch unter der Bezeichnung Kathedralbasilika Mariä Himmelfahrt geführt wird, zählt zu den herausragendsten historischen Gebäuden der Stadt. Die gotische Backsteinhallenkirche wurde im frühen 14. Jahrhundert erbaut. Bereits im Jahre 1321 wurde hier die erste Messe gefeiert. Bis zum heutigen Datum ist der Kolberger Dom mit überaus wertvollen Kunstschätzen und Gemälden ausgestattet. Zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs wurden diese in Kirchennischen eingemauert oder auf kleinere Landkirchen verteilt, um sie vor Zerstörung und Plünderung zu bewahren. Nun sind sie im Kolberger Dom wieder der interessierten Öffentlichkeit zugänglich. In einer Höhe von 40 Metern verfügt der Kolberger Dom über eine Aussichtsplattform, die Besuchern zugänglich ist. Von dort aus hat man einen herrlichen Ausblick über die romantische Altstadt des Städtchens, in der sich einige weitere historische Bauwerke, wie zum Beispiel der sogenannte Luntenturm befinden. Dabei handelt es sich um einen im neugotischen Stil errichteten Wasserturm, der in seiner Form und Bauweise einem mittelalterlichen Wehrturm ähnelt

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Spaziergang zum Wahrzeichen der Stadt: der Kolberger Leuchtturm

Leuchtturm von Kolberg
Leuchtturm von Kolberg, Bild: Dziewul / shutterstock

Der Kolberger Leuchtturm gilt als Wahrzeichen der westpommerschen Stadt. Vom Zentrum aus ist er nach einem kleinen Spaziergang schnell zu Fuß zu erreichen. Der Leuchtturm ist genau dort zu finden, wo der die Stadt durchfließende Fluss Persante in die Ostsee fließt. Der heute existierende Leuchtturm wurde im Jahre 1945 aus Abbruchsteinen erbaut. An gleicher Stelle gab es jedoch bereits ab 1666 Vorgängerbauten, die in den Kolberger Hafen einfahrenden Schiffen mit ihrem Leuchtfeuer den Weg wiesen. Der 26 Meter hohe Leuchtturm wird heute weniger zur Seenavigation, denn als Touristenattraktion genutzt. Im Keller des Turmes kann ein Naturstein- und Mineralienmuseum besichtigt werden. Außerdem sind Besucher dazu eingeladen den Kolberger Leuchtturm über eine eng gehaltene Treppe zu erklimmen und von der oben angebrachten Aussichtsplattform aus das Hafengelände zu überblicken. Von hier aus hat man einen wundervollen Ausblick über die Ostsee und kann Schiffen bei der Einfahrt in den Kolberger Hafen zusehen.

Kolberg ganz maritim

Kolberg
Bild: Ryszard Filipowicz / shutterstock

Wie es sich für ein echtes Seebad gehört, kann Kolberg mit einigen maritimen Highlights aufwarten. Der der Stadt vorgelagerte Ostseestrand ist nicht weniger als elf Kilometer lang. Genügend Platz für ein ausgiebiges Sonnenbad, Wellenabenteuer und romantische Strandspaziergänge. Wer es nicht ganz so belebt und tummelig mag, findet bei dieser Länger sicherlich das ein oder andere ruhige Plätzchen, an dem es sich ganz für sich sein lässt. Und natürlich gibt es in Kolberg eine Seebrücke. An der 220 Meter langen Brücke legen zahlreiche Touristenschiffe an. Selbstverständlich lassen sich von dort aus auch Ausflüge per Schiff unternehmen, die zum Beispiel nach Usedom führen können. Direkt nebenan liegt der Hafen, in dem neben privaten Segelschiffen und Yachten auch Handelsschiffe und lokale Fischer anlanden. Hier herrscht immer ein reges Treiben und es gibt eine ganze Menge zu sehen. Zum Beispiel gibt es einen Fischmarkt am Hafen, wo die Kolberger Fischer ihren Fang direkt aus dem Netz heraus verkaufen.

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Die Vielfalt der Museen in Kolberg

Sollte das Wetter einmal nicht mitspielen, und der Strandtag ins Wasser fallen, hat man in Kolberg eine Menge an Ausweichmöglichkeiten, denn in der Stadt gibt es gleich mehrere Museen, die es lohnt zu besuchen. Das Schiffsmuseum Kołobrzeski Skansen Morski ist ein Freilichtmuseum, das auf dem Areal des Hafens zu finden ist. Hier gibt es zum Beispiel ehemalige Militärschiffe, aber auch ein Segelschiff zu sehen. Vor allem Kinder und Jugendliche freuen sich darüber, dass alle Schiffe nicht nur von außen sondern auch von innen eingehend begutachtet werden dürfen. Im Militär- und Waffenmuseum gibt es alte Militärflugzeuge und traditionelle Waffen – angefangen mit Pfeil und Bogen bis hin zu modernen Waffen – zu sehen. Aber auch historisch interessante Exponate, wie zum Beispiel eine Enigma Chiffriermaschine gehören zu den Ausstellungsstücken.

Das Stadtmuseum Kolberg ist für all diejenigen interessant, die sich über die reiche Geschichte des Ortes informieren möchten. Begonnen wird mit archäologischen Fundstücken, die die Geschichte weitertragen über die Zeit des Mittelalters bis hin zur neueren Stadtgeschichte. Alle Erklärungen zu den Ausstellungsstücken gibt es hier auch auf Deutsch. Das Museum Patria Colbergiensis, das im historischen Rathaus von Kolberg untergebracht ist, beschäftigt sich vor allem mit der deutschen Vergangenheit der Stadt, die einstmals zu Brandenburg-Preußen gehörte. Im Bernstein Museum erfahren Besucher alles über das Gold der Ostsee. Bernstein ist an der ganzen polnischen Ostseeküste populär. In Kolberg wird ein 2,2 Kilogramm schwerer Bernstein ausgestellt. Darüber hinaus wird erklärt wie Bernstein heute, und in früheren Zeiten, zu Schmuck und Gebrauchsgegenständen verarbeitet wird und wurde.