Eswatini – Reizvolles Reiseziel im südlichen Afrika

Ezulwini Tal in Eswatini
Ezulwini Tal, Bild: mbrand85 / shutterstock

Das kleine Königreich Eswatini liegt im südlichen Afrika und wird von Südafrika und Mosambik umgeben. Von Norden nach Süden erstreckt sich das ehemalige Swasiland über 180 Kilometer. Von westlicher in östlicher Richtung sind es 120 Kilometer. Es setzt sich aus den vier Regionen Hhohho mit der Hauptstadt Mbabane, Lubombo, Shiselweni und Manzini zusammen. Die königliche Hauptstadt und Regierungssitz ist Lobamba.

Warum heißt das Swasiland nun Eswatini?

Besser bekannt als Eswatini ist das südafrikanische Königreich unter dem Namen Swasiland. Anlässlich des 50. Unabhängigkeitstages ordnete der absolutistische König Mswati III. die Umbenennung des Staates in das Königreich Eswatini an. Die Bezeichnung Swasiland galt als Überbleibsel aus der britischen Kolonialzeit, die 1968 endete.

Bei Eswatini handelt es sich um die letzte absolutistische Monarchie auf dem afrikanischen Kontinent. Obwohl das frühere Swasiland eines der ärmsten Länder der Welt ist, lebt der König in großem Luxus. Die größten Städte des Landes sind Manzini mit über 110.000 Einwohnern, sowie Mbabane, das ca. 76.000 Einwohner beherbergt.

Kulturelle Aspekte im Königreich

Afrikanische Rondavels
Afrikanische Rondavels, Bild: Peter John Watson / shutterstock

Geprägt wird Eswatini von tiefverwurzelten Traditionen. So ist der König im Land hoch angesehen. Gestellt wird der Monarch seit über 200 Jahren vom Stamm der Nkosi Dlamini.

Zwischen der Bevölkerung in den Städten und auf dem Land gibt es ein stark ausgeprägtes soziales Gefälle. Gerade auf dem Land wird kaum Englisch gesprochen, weil nur wenige Swazi genügend Geld für den Besuch einer Schule aufbringen können.

Es gibt in Swatini zahlreiche traditionellen Sitten und Gebräuche wie Feste mit Tanz und Gesang. Besucher des Swasilands, die ein freundlicher Empfang erwartet, dürfen den Traditionsfesten beiwohnen. Vor dem Fotografieren sollte jedoch stets zuvor um Erlaubnis gefragt werden. Mitunter ist auch ein kleines Trinkgeld zu entrichten. Zu den bekanntesten Festen zählen das Incwala-Fest sowie der Reed-Dance.

Anreise nach Eswatini

Mbabane, Eswatini
Blick auf Mbabane, Bild: Sopotnicki / shutterstock

Für die Einreise in das Königreich Eswatini aus Europa wird in der Regel kein Visum benötigt. Die Anreise per Flugzeug ist über den King Mswati International Airport möglich, der 45 Kilometer von Manzini und 70 Kilometer vom Mbabane entfernt liegt. Die Hauptstadt lässt sich auf asphaltierten Straßen erreichen. Die Flüge erfolgen aus dem südafrikanischen Johannesburg. Es kann zudem am Flughafen ein Mietwagen ausgeliehen werden.

Ferner bestehen Busverbindungen in die benachbarten Länder. Reisen per Bahn sind in Eswatini nicht möglich, weil auf dem kleinen Schienennetz lediglich Güter transportiert werden.

Die Sehenswürdigkeiten in Eswatini

Wer die Mühen der Reise in das zweitkleinste Land Afrikas nicht scheut, bekommt faszinierende Natursehenswürdigkeiten zu sehen. Dazu gehören im westlichen Swasiland die Drakensberge sowie das Hochland Highveld. Der höchste Berg dort ist der Emlembe, der es auf 1862 Meter über dem Meeresspiegel bringt. Im Ostteil des Landes imponieren die Lubombo-Berge. Das Klima des Landes wird durch subtropische Einflüsse und hohe Luftfeuchtigkeit geprägt. Die Temperaturen erreichen zwischen November bis März 26 Grad Celsius und von April bis Oktober 13 Grad Celsius.

Die Spitzmaulnashörner bewundern

Über größere Bereiche von Eswatini erstreckt sich die faszinierende afrikanische Savanne mit knorrigen Bäumen und halbhohen Gräsern. Dort können u. a. die letzten wilden Spitzmaulnashörner bewundert werden. Weitere interessante Tierarten, die dort leben, sind Löwen, Geparden, Zebras, Antilopen, Giraffen und Elefanten.

Piggs Peak

Ein beliebtes Ziel für Urlauber in Eswatini ist die Stadt Piggs Peak. Dort kommen vor allem Geschichtsinteressierte auf ihre Kosten. Ihren Namen verdankt die Stadt dem Goldsucher William Pigg. Das Schürfen nach Gold fand in Piggs Peak bis 1945 statt. Die Besucher können die Minen, die sich außerhalb der Stadt befinden, besichtigen. Eine weitere Attraktion ist die Glasfabrik in der Nähe von Piggs Peak, in der das bekannte Ngwenya Glas produziert wird. Dabei werden Meisterwerke unter simpelsten Bedingungen angefertigt.

Von Piggs Peak aus zu erreichen ist zudem der imposante Maguga-Staudamm, der eine Höhe von 115 Metern erreicht. Er staut den Komati-Fluss.

Das Ezulwini-Tal

Einen Besuch wert ist außerdem das grüne Ezulwini-Tal. Zum Verweilen lädt eine heiße Quelle ein. Das Tal bildet einen idealen Ausgangspunkt für weitere Erkundungstouren. Von besonderer Schönheit präsentieren sich die Mantenga-Wasserfälle sowie das Mlilwane-Wildreservat. Dort tummeln sich Nilpferde, Zebras, Giraffen und Krokodile.

Kulturelle Sehenswürdigkeiten bewundern

Hlane Royal National Park, Swasiland
Nashorn im Hlane Royal National Park, Bild: Peter John Watson / shutterstock

Freunden kultureller Sehenswürdigkeiten seien das Swaziland Cultural Village sowie das Swaziland National Museum in Lobamba empfohlen. Wer gerne in die Stadt fährt, kann in Manzini das Mantenga Kunst- und Handwerkszentrum besuchen.

Einen Blick wert sind zudem die Höhlen am Mkondo Fluss, der seinen Lauf durch zahlreiche Schluchten und Wasserfälle zieht. In den Höhlen lassen sich interessante Zeichnungen aus grauer Vorzeit bewundern, die über den Alltag der Menschen aus vergangenen Zeiten berichten.

Besuch in Mbabane

Wer gerne einkaufen geht, kann dies in der Hauptstadt Mbabane tun. Dort stehen zahlreiche Shoppingzentren zur Verfügung. Ebenso gibt es Hotels, Wellnesseinrichtungen und Fitnessstudios.

Kulinarische Spezialitäten in Eswatini

Als Grundnahrungsmittel in Eswatini gilt das Mealie, das auch als Pap bekannt ist. Dabei handelt es sich um einen Brei aus Maismehl. Die meisten Einheimischen essen zumeist Pap, weil sie sehr arm sind. Dazu gibt es oft Kraut oder Bohnen. Zu den Spezialitäten des Landes gehört „Chicken Dust“. Es wird von beinahe jedem Straßenhändler angeboten und setzt sich aus Grillhähnchen mit Salat zusammen. Es gilt als sehr schmackhaft.

In den Supermärkten sind aber auch oft westliche Lebensmittel zu bekommen. Aus Südafrika werden außerdem Wein und Bier bezogen. Besonders beliebt sind Lagerbiere wie Black Label oder Castle Lager.

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