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Ravenna, Emilia-Romagna
Der Hauptplatz von Ravenna, Bild: Vivida Photo PC / shutterstock

Emilia-Romagna – historisches Flair trifft auf landschaftliche Schönheit

Zwischen Po, Venetien, Lombardei und Adria erstreckt sich die Emilia-Romagna. Die norditalienische Region präsentiert sich nicht nur mit atemberaubend schönen Landschaften als attraktives Reiseziel, sondern verzaubert auch mit ihrem reichen kulturellen Erbe. Pulsierende Städte treffen auf authentische, kleine Dörfer, Traditionen werden gepflegt und historische Sehenswürdigkeiten prägen die geschichtsträchtige Region, die auf eine bewegte Geschichte zurückblickt und sich zugleich einen Namen als Heimat der großen italienischen Sportwagenmarken und Motorradhersteller einen Namen machen konnte.

Emilia-Romagna – das unterschätzte Naturparadies

Als eine der grünsten Regionen Italiens begeistert die Region mit einer faszinierenden landschaftlichen Vielfalt. Von den Wäldern des Apennins bis zu den Pinienwäldern an der Küste finden sich in der Region zwei Nationalparks, zahlreiche Naturgebiete sowie 15 Skigebiete. So lädt die Emilia-Romagna mit ihren zahlreichen Wanderwegen, Reitwegen, Mountainbike-Strecken, Skigebieten, Snowparks und Abenteuerparks ganzjährig zu Outdooraktivitäten ein.

Der Nationalpark Toskanische-Emilianischer Apennin ist ein regionübergreifender Nationalpark, der bereits von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt wurde. Mit 22.000 Hektar naturbelassener Landschaften, einer faszinierend vielfältigen Flora und Fauna, urwüchsigen Buchen- und Kastanienwäldern, Gletscherrandseen und beeindruckenden Wasserfällen, lässt der Nationalpark die Herzen von Naturliebhabern höherschlagen.

Doch auch der Nationalparks Forest Castentinesi, sowie der regionenübergreifende Naturpark Sasso Simone e Simoncello, die 14 Regionalparks und die 17 staatlichen Naturschutzgebiete sowie der Regionalpark des Po-Deltas laden zu ausgedehnten Erkundungstouren ein und begeistern mit ihrer Artenvielfalt.

Geschichtsträchtige Städte mit Flair

Wenn es um die schönsten Städte der Emilia-Romagna geht, fällt ein Ranking schwer, denn jede Stadt hat ihren ganz eigenen Charme. Von der romantischen Kleinstadt bis zur Hauptstadt Bologna begeistern alle Städte der Region mit ihrem reichen historischen Erbe und so scheint in den Gassen der Altstädte die Geschichte häufig zum Greifen nah. Doch auch die Annehmlichkeiten unserer Zeit kommen nicht zu kurz.

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Bologna – die stolze Haupt- und Universitätsstadt

Bologna, Türme
Die Türme Garisenda und Asinelli in Bologna, Bild: Sergey Dzyub / shutterstock

Im Mittelalter war Bologna eine der bedeutenden Städte Italiens und dies spiegelt sich bis heute im Stadtbild wider. Mittelalterliche Prachtbauten reihen sich entlang kopfsteingepflasterter Gassen. Die beeindruckten Gebäude finden sich an der zentral gelegenen Piazza Maggiore, darunter auch die Basilica di San Petronio mit ihren Kunstschätzen. Auch der Palazzo del Podestá mit seinem Säulengang zählt zu den Anziehungspunkten der Stadt. Ebenso findet sich das Archiginnasio direkt neben dem Dom und gilt als wichtigste und beeindruckendste Sehenswürdigkeit der Stadt, denn es handelte sich um Räume der ältesten Universität Europas. Die lebhafte Großstadt hat viel zu bieten und so kommen hier architekturbegeisterte, geschichtsinteressierte und shoppinghungrige Besucher gleichermaßen auf ihre Kosten.

Ravenna – die geschichtsträchtige Weltkulturerbestadt

Auch Ravenna zählt zu den Städten, die jeder einmal besuchen sollte. Im Osten der Provinz gelegen brilliert die Stadt mit gewaltigen Mosaiken, die der kleinen Stadt Weltruhm einbrachten. Schon längst sind diese Kunstschätze in die UNESCO-Weltkulturerbeliste aufgenommen worden, denn die mit Edelsteinen und Blattgold verzierten Mosaike sind einzigartig. Doch auch die Basilicas der Stadt beeindrucken mit zahlreichen Kunstschätzen und auch einen Besuch im Museo Arcivescovile e Cappella di Sant’Andrea sollte sich niemand entgehen lassen. Ebenso können Kunstliebhaber auf den Spuren Dantes wandeln und unter anderem das Dante Museum und das Grabmal des bedeutenden italienischen Dichters und Philosophen besuchen.

Rimini – das unterschätzte Juwel

Tiberiusbrücke Rimini
Die Tiberiusbrücke von Rimini, Bild: ALEX_UGALEK / shutterstock

Wer an Rimini denkt, denkt häufig nur an Sonne, Strand und Meer, Party und Prominente. Doch abseits der Strandlinie hat Rimini faszinierende Sehenswürdigkeiten zu bieten. Riminis Altstadt überrascht mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten aus römischer Zeit, so unter anderem mit der Tiberiusbrücke, die seit über 2.000 Jahren über den Fluss Marecchia führt. Ein absolutes Highlight ist aber auch das ehemalige Fischviertel Borgo San Giuliano. Hier finden sich nicht nur liebevoll renovierte Häuser, sondern auch für Street Art- und Filmfans ist das Viertel ein absolutes Muss. Doch auch ein Gang über die Flaniermeile lohnt, denn an ihrem Ende findet sich mit dem Augustusbogen einer der ältesten erhaltenen Ehrenbögen Italiens.

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Ferrara – die authentische Weltkulturerbestadt

Mit dem ikonischen Castello Estense, welches sich erhaben über die Stadt erhebt und einen fantastischen Blick auf die Stadt bietet, zählt Ferrara zu den schönsten Städten der Region. Mit einem Architekturmix aus Mittelalter und Renaissance begeistert das charmante Städtchen auf den ersten Blick. Wer hier durch die engen Altstadtgassen flaniert, kann viel entdecken. Highlights wie das weitgehend autofreie ehemalige jüdische Viertel oder die Kathedrale der Stadt hinterlassen bleibende Eindrücke.

Tipps – von Kunsthandwerk bis zu kulinarischen Genüssen

Traditionen werden in der Provinz Emilia-Romagna gepflegt und altes Wissen und Handwerkskünste werden an die nächste Generation weitergegeben. Entsprechend lohnenswert ist es, auch abseits der Touristenpfade zu wandeln und zum Beispiel die Stamperia Artigiana Marchi in Santarcangelo di Romagna zu besuchen. Hier kommen noch historische Stoffpressen und handgearbeitete Holzstempel und traditionelles Werkzeug zum Einsatz. Doch auch in anderen Städten und Dörfern können Werkstätten von Kunsthandwerkern besucht werden, die alte Handwerkskünste bis heute pflegen. Auch traditionelle Feste werden in der Region nach wie vor gefeiert und so lohnt es sich, immer einen Blick auf den Veranstaltungskalender zu werfen. Gourmets hingegen sollten sich sowohl einen Einkauf auf den regionalen Wochenmärkten als auch den einen oder anderen Restaurantbesuch nicht nehmen lassen, denn die Spezialitäten der Provinz Emilia-Romagna zergehen förmlich auf der Zunge und lassen jeden Gourmet ins Schwärmen geraten.