Der Kruger-Nationalpark, Afrikas schöne, wilde Seite

Kruger Nationalpark Südafrika
Der Kruger Nationalpark ist ein echtes Highlight des Südafrika-Urlaubs, Bild: Dirk M. de Boer / shutterstock

Der afrikanische Kontinent steht nach wie vor nicht unbedingt im Mittelpunkt der weltweiten Reisewege. Dabei hat dieser Erdteil eine Menge zu bieten, zum Beispiel eindrucksvolle Landschaften und eine faszinierende natürliche Vielfalt. Es gibt kaum bessere Orte, um diese Natur zu entdecken, als den Kruger-Nationalpark in Südafrika. Dieses Schutzgebiet ist nicht nur recht leicht zu bereisen, es bietet auch alles das, was man sich an Eindrücken von einer Afrika-Reise erhofft.

Elefanten Kruger Nationalpark
Buschelefanten im Nationalpark, Bild: PACO COMO / shutterstock

Der Kruger-Nationalpark liegt im Norden von Südafrika und hat seinen Namen von Paul Kruger, der als damaliger südafrikanischer Präsident im Jahr 1898 hier ein Naturschutzgebiet errichten ließ. Er erstreckt sich über insgesamt rund 20.000 km² und grenzt an den Limpopo Nationalpark im benachbarten Mosambik. Langfristig sollen die beiden Areale und der ebenfalls in der Nähe liegende Gonarezhou Nationalpark in Simbabwe zu einem einzigen, grenzüberschreitenden Schutzgebiet zusammengeschlossen werden.

Schon jetzt aber erwarten den Besucher hier weite Flächen und eine überraschend große Zahl verschiedener Landschaftsformen. Innerhalb des Parks gibt es Savannen und Waldgebiete, Grasebenen und Gebirge. Mehrere Flüsse durchqueren das Gebiet und sorgen für grüne Schneisen mit etwas dichterer Vegetation, auch wenn viele der Flüsse zumeist ausgetrocknet sind. Diese Vielfalt und die Weitläufigkeit des Parks bringen es mit sich, dass dieser kein Ziel für einen Kurzausflug ist, ein wenig Zeit sollte man schon mitbringen. Das gilt umso mehr, wenn man den Urlaub an anderen Orten in Südafrika verbringt. Die Anbindung des Parks an das Netz der Fernstraßen ist zwar gut, doch schon aus Johannesburg fährt man rund vier Stunden bis zum Parkeingang und Kapstadt liegt sogar zwanzig Autostunden entfernt. Einige Gesellschaften haben Flugverbindungen aus diesen Städten im Programm, rund um den Nationalpark gibt es mehrere kleine Flugplätze.

Die Big Five in freier Natur

Die Anreise lohnt sich aber definitiv, auch wenn es etwas länger dauern kann. Der Kruger-Nationalpark ist einer der bekanntesten Nationalparks der Welt und bietet die wohl beste Gelegenheit, um Afrikas faszinierende Tierwelt kennenzulernen. Zu den Tieren, die hier leben, gehören unter anderem Elefanten, Giraffen, Löwen, Zebras, Flusspferde, Nashörner, Gnus und viele andere. Die zahlenmäßig am besten vertretene Art sind Impalas, deren Bestand auf weit über 100.000 Tiere geschätzt wird.

Und während die Säugetierarten natürlich den größten Teil der Aufmerksamkeit auf sich ziehen, ist der Kruger-Nationalpark auch die Heimat von Amphibien und Reptilien, mehreren hundert Vogelarten einschließlich Strauß und Geier und sogar von mehreren verschiedenen Fischarten. Während einige Arten, zum Beispiel das Nashorn, trotz des Schutzes im Park zum Ziel von Wilderern und deswegen in ihrem Bestand dezimiert werden, gibt es von anderen sogar wachsende Bestände. Von den Elefanten etwa wurden vor einigen Jahren mehrere hundert Tiere in ein Schutzgebiet nach Mosambik gebracht, doch die Tiere wanderten kurzerhand wieder zurück.

Safari-Tour durch den Kruger-Nationalpark

Safari Kruger Nationalpark
Auf der Safari den Sonnenuntergang genießen, Bild: Wilhelm Coetzee / shutterstock

Die Tiere und die Möglichkeit, unvergessliche Eindrücke zu sammeln, sind natürlich die wichtigsten Argumente für einen Besuch des Kruger-Nationalparks. Dabei hat man weitgehend freie Hand. Sehr beliebt sind die Safaritouren, die man in den Infozentren des Parks buchen kann. Der Vorteil dieser Touren ist zum einen die fachkundige Führung mit vielen interessanten Informationen durch die Guides, zum anderen die Tatsache, dass die dafür eingesetzten Fahrzeuge höher sind als normale Autos. Das ist besonders für Hobbyfotografen interessant, denn auf diese Weise ergibt sich ein besserer Blick auf die Tiere, die sich hinter Gras verstecken. Es ist allerdings nicht verpflichtend, die geführten Touren in Anspruch zu nehmen. Stattdessen fahren die meisten Besucher mit dem eigenen Wagen durch den Nationalpark.

Das ist auch ohne Weiteres möglich und gar nicht schwierig. Die Straßen sind gut ausgebaut und befahrbar und auch die Orientierung fällt nicht schwer. Am Parkeingang sind Karten erhältlich, in denen sowohl die Straßen als auch die Lieblings-Aufenthaltsorte verschiedener Tierarten eingetragen sind. Das Ganze kostet eine tägliche Gebühr von umgerechnet knapp 20 Euro pro Person. Abgesehen von der Erkundung des Parks mit dem Auto gibt es auch Wanderungen, die von den Park Rangers angeführt werden und die eine ganz besondere Annäherung an die Natur ermöglichen. Diese Wanderungen sind auch die einzigen Gelegenheiten, bei denen man zu Fuß im Park unterwegs sein darf, ansonsten ist das Verlassen des Autos streng verboten. So manch ein Besucher hat über die Aussicht auf ein fantastisches Selfie mit einem Wildtier schon vergessen, dass im Kruger-Nationalpark eine ganze Reihe von Raubtieren leben.

Abgesehen von solchen Begegnungen, die zum Glück ausgesprochen selten sind, ist der Kruger-Nationalpark ein sehr sicheres Reiseziel. Auf den Straßen geht es gemächlich zu und auch in den Unterkünften ist man schon allein deshalb sicher, weil das ganze Gelände kaum Fluchtwege bietet. Stichwort Unterkünfte: Es gibt zwar überall im Park die sogenannten Camps, in denen man Übernachtungsmöglichkeiten, Restaurants und einige Läden findet, doch gerade in der Hauptsaison sind die Betten schnell alle vergeben. Eine rechtzeitige Reservierung über die Nationalparkverwaltung ist also auf jeden Fall zu empfehlen.

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