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Dachsteingebirge Österreich
Blick auf das Dachsteingebirge, Bild: Zyankarlo / shutterstock

Das Dachsteingebirge: Österreichs vielseitige Naturschönheit

Die Region Hallstatt-Dachstein-Salzkammergut ist bekannt für ihre 7.000 Jahre alte Geschichte, ihre reiche Kultur und das älteste Salzbergwerk. Aber dieser Landstrich hat noch weitaus mehr zu bieten: Er punktet auch mit einer einzigartigen Natur. Kein Wunder also, dass diese Region 1997 als Kulturlandschaft Hallstatt-Dachstein-Salzkammergut in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen wurde. Für uns Grund genug, um sie genauer zu beleuchten.

Zu den wichtigsten Orten der Region Hallstatt-Dachstein-Salzkammergut zählen Bad Goisern, Hallstatt, Gosau und Obertraun. Die Region ist vor allem Wintersport-Liebhabern ein Begriff. Sie pilgern jährlich mit den Skiern oder dem Snowboard im Gepäck hinauf auf die Berge, um rasante Fahrten zu unternehmen. Doch das Dachsteingebirge ist nicht nur im Winter ein echtes Erlebnis, sondern hat auch im Sommer viel zu bieten. Nämlich eine Postkarten-Idylle zwischen grünen Wiesen und schroffen Gipfeln. In Summe also ein Gebiet, das sich zu jeder Jahreszeit für einen Urlaub eignet.

Aktiv am Dachstein & Krippenstein

Nur 15 Minuten mit dem Auto von Hallstatt entfernt, ragt das Dachsteingebirge mit seinen diversen Gipfeln in die Höhe – darunter der Hohe Dachstein und der Hohe Krippenstein. Schon der Anblick dieser Landschaft lässt einen staunen. Noch intensiver taucht man jedoch in das Gebirge ein, wenn man sich für eine der vielen Aktivitäten entscheidet.

Im Winter ist das Gebiet vor allem ein Eldorado für Skifahrer und Snowboarder. Doch Achtung – in der Herbst-Wintersaison 2022/23 findet am Dachsteingletscher in Verantwortung gegenüber Natur und Wirtschaftlichkeit kein Alpin-Skibetrieb statt. Doch das ist kein Grund zur Sorge, denn es gibt zahlreiche andere Möglichkeiten zum Skifahren rund um den Dachstein. Auf 160 präparierten Pistenkilometern können sich Erwachsene und auch Kinder im Skigebiet Dachstein West austoben. Die Wintersaison geht hier von 3. Dezember 2022 bis 10. April 2023. Bei Freeridern beliebt ist hingegen die Freesports Arena Dachstein Krippenstein – dort warten 30 Kilometer feinster Tiefschnee! Auch das Skigebiet Loser ist einen Besuch wert – dieses liegt nur 25 Fahrminuten von Hallstatt entfernt.

Die Region ist außerdem ein hervorragender Ausgangspunkt für Winter- und Schneeschuhwanderungen. So gibt es etwa drei markierte Trails, die Winterfans zu atemberaubenden Aussichtspunkten führen. Mehrere Skischulen und Skiverleihs komplettieren das Angebot.

In den wärmeren Jahreszeiten lassen sich die einzigartigen Dachsteinhöhlen erkunden. Ein kurzer Fußmarsch vom Gasthaus „Koppenrast“ am Ortsende von Obertraun, entlang der Traun, reicht beispielsweise aus, um die Koppenbrüllerhöhle zu erreichen. Diese Dachsteinhöhle begeistert Jung und Alt und die 50-minütige Führung gewährt Interessierten spannende Einblicke in die unterirdischen Wasserwege des Dachstein-Inneren. Die anderen beiden Höhlen befinden sich in unmittelbarer Nähe: Um die Rieseneishöhle und die Mammuthöhle zu besichtigen, starten Sie am besten bei der Mittelstation der Schönbergalm. Von dort aus erreichen Sie beide Naturjuwele in jeweils 15 bis 20 Minuten zu Fuß. In den Höhlen selbst gibt es dann allerlei Highlights wie eine Hängebrücke, Licht- und Musikeffekte oder Bilder aus weißer Bergmilch und braunem Eisenoxid, die die Natur selbst gezeichnet hat.

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Aussichtsplattform 5 fingers
Aussichtsplattform 5fingers, Bild: Kletr / shutterstock

Wen es hingegen hinauf in luftige Höhen zieht, der fährt mit der Panoramaseilbahn noch ein Stück weiter – zum Beispiel auf den Gipfel des Hohen Krippensteins. Dort erwartet Sie ein atemberaubender Blick auf den Dachstein-Gletscher. Lassen Sie sich auch die Aussichtsplattform 5fingers nicht entgehen. Sie ragt wie eine Hand in einen über 400 Meter tiefen Abgrund hinein. Dieses Ausflugsziel ist daher nichts für schwache Nerven – wer sich allerdings traut, die Plattform zu begehen, wird mit einem spektakulären Blick auf den Hallstättersee oder das Innere Salzkammergut belohnt.

Ausgehend von der Bergstation gibt es auch eine Reihe von Wanderwegen für Familien und Bergfexe gleichermaßen, zum Beispiel den Heilbronner Rundwanderweg. In zirka drei Stunden geht es dabei über den Dachstein-Hai und das Heilbronner-Kreuz zur Talstation Gjaid. Von dort aus können Sie bequem mit der Seilbahn zurück zum Hohen Krippenstein gondeln.

Ein weiteres Highlight der Region ist der „Skywalk“, auch Welterbe-Blick genannt. Diese imposante Aussichtsplattform befindet sich am Salzberg und thront damit 360 Meter über den Dächern Hallstatts. Sie erreichen den Aussichtspunkt von der Hallstätter Salzbergbahn in nur zwei Minuten zu Fuß oder können sogar einen Aufzug in Anspruch nehmen. Wer möchte, kann aber auch vom Zentrum hinauf marschieren.

Kultur-Besuch in Hallstatt

Luftblick auf das österreichische Bergdorf Hallstatt und den Hallstatter See
Luftblick auf das österreichische Bergdorf Hallstatt und den Hallstatter See, Bild: DaLiu / shutterstock

Das Salzkammergut gilt als eine der schönsten Regionen Österreichs und insbesondere Hallstatt sollte man einmal im Leben besichtigt haben. Denn der Ort, der bereits von vielen berühmten Schriftstellern, Dichtern, Malern, Fotografen und Entdeckern gerühmt wurde, sieht wirklich aus wie aus dem Bilderbuch. Etwas mehr als eine Autostunde von Salzburg entfernt, ist Hallstatt ein ideales Ziel für einen Tagesausflug oder einen Wochenendtrip. Und besonders romantisch wird es, wenn Sie den malerischen Ort per Schiff ansteuern.

Auch wenn es sich dabei um einen verhältnismäßig kleinen Ort handelt, so sollten Sie für die Besichtigung mindestens 3 bis 4 Stunden einplanen, denn es gibt viel zu sehen. Ein paar Highlights, die Sie nicht verpassen sollten: Für das perfekte Foto lohnt sich ein Spaziergang zur Aussichtsterrasse. Am Ende des Ortes, direkt vor dem Haus Zian mit der Adresse Gosaumühlstraße 68, schieben sich die schmucken Häuser am Ufer besonders schön ins Blickfeld. Auch ein Besuch des Beinhauses in der Michaelskapelle lohnt sich. Der Raum, in dem sich jede Menge Schädel und Knochen befinden, besteht seit dem 12. Jahrhundert. Vor allem die bemalten Schädel sind ein Unikum. Der Grund für diesen skurrilen Ort ist rasch erklärt: Der Platz am Friedhof reicht nicht aus für alle Verstorbenen. Deswegen werden die Gräber nach 10-15 Jahren erneut geöffnet, die Gebeine gereinigt, geputzt, teilweise verziert und im Beinhaus untergebracht. Besonders charmant ist auch der Marktplatz Hallstatts – hier sollten Sie unbedingt ein paar Minuten verweilen und sich von den bunten Fassaden verzaubern lassen. Schließlich lockt auch noch das Salzbergwerk „Salzwelten“. Dabei handelt es sich um das älteste Schaubergwerk der Welt.

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Kombinieren Sie den Besuch mit anderen herrlichen Orten wie Bad Ischl, die Gegend rund um den Attersee oder den Traunsee, Altaussee, die Fuschlsee-, Wolfgangsee- oder die Mondsee-Irrsee-Region – je nachdem, wie viel Zeit Sie zur Verfügung haben.

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch in der Region?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, sondern hängt vielmehr von den Aktivitäten ab, die Sie unternehmen möchten.

Im Sommer kommen vor allem Wanderer, Wassersportler, Naturliebhaber, aber auch Kulturliebhaber auf ihre Kosten. Allerdings zählt Hallstatt gerade in den wärmeren Monaten zu den beliebtesten Ausflugszielen, wodurch es etwas voll auf den Straßen und in den engen Gassen werden kann. Hotels und Tickets sollten daher auf jeden Fall im Voraus gebucht werden. Haben Sie eine Wanderung ins Dachsteingebirge oder einen Spaziergang durch Hallstatt geplant, so empfiehlt es sich, früh loszustarten – noch vor den typischen Tagesausflüglern. Auf diese Weise haben Sie den Berg oder das Städtchen für sich allein, können so viele postkartenreife Fotos knipsen, wie Sie wollen, und finden problemlos einen Parkplatz.

Im Winter verwandelt sich die Region in eine Märchenlandschaft und hat somit seinen ganz eigenen Charme. Winterwandern, Langlaufen und natürlich Skifahren oder Snowboarden kann man hier bestens. Und auch die urigen Weihnachtsmärkte haben ihren Reiz. Der Winter ist somit die zweitstärkste Tourismussaison der Region – auch während dieser Zeitspanne sollten Sie die Menschenmassen nicht unterschätzen. Im Frühling und im Herbst geht es hingegen etwas ruhiger zu – diese Jahreszeiten bieten sich daher nach wie vor sehr gut für einen Besuch an.

Anreise in die Region

Hallstatt erreichen Sie von Wien aus in 3,5 Stunden, von Linz in knapp zwei, von Innsbruck in drei und von Salzburg in knapp 1,5 Stunden. Insbesondere vom Knotenpunkt Salzburg aus gibt es vielfältige Anreisemöglichkeiten. Die Stadt bietet sich auch insbesondere dann als Ausgangspunkt an, wenn Sie nur Hallstatt besuchen möchten und nicht in der Region übernachten.

Von Salzburg nach Hallstatt

Der ÖBB-Bus Nr. 150 vom Salzburger Busterminal am Südtiroler Platz bringt Sie nach Bad Ischl, von wo aus Sie in einen Regionalzug umsteigen, der zum Bahnhof Hallstatt fährt. Schließlich gelangen Sie mit der Fähre vom Bahnhof direkt zum Marktplatz Hallstatts. Achtung: Der Hallstätter Bahnhof, der in Wirklichkeit Obertraun heißt, liegt auf der anderen Seite des Sees. Wenn Sie mit dem Zug anreisen, müssen Sie also eine Fähre nehmen.

Alternativ können Sie den Bus Nr. 542 nach Gosaumühle nehmen und dort in den Bus Nr. 543 nach Hallstatt Lahn (Hauptbushaltestelle, Hallstatt) umsteigen. Der gleiche Bus fährt weiter zum Dachstein-Krippenstein in Obertraun.

Ein Zug vom Salzburger Hauptbahnhof bringt Sie nach Attnang-Puchheim, wo Sie in den Regionalzug zum Bahnhof Hallstatt umsteigen können und dann erneut mit der Fähre vom Bahnhof ins Zentrum schippern.