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Brasilia, Hauptstadt von Brasilien
Brasilia, Bild: evenfh / shutterstock

Brasilia – Die Hauptstadt Brasiliens

Die Hauptstadt Brasiliens, Brasilia, ist eine der jüngsten Hauptstädte der Welt. Das liegt daran, dass sie nicht, wie in vielen anderen Fällen, historisch gewachsen ist, sondern auf dem Reißbrett entworfen wurde. Gedacht als ein lebenswertes Zentrum und Ballungsgebiet für Dienstleistungen sowie kulturelles Epizentrum des Landes, hat die Stadt in den vergangenen Jahren einige interessante Entwicklungen gemacht. Neben den bekannten Städten wie Rio oder Sao Paulo zieht es immer mehr Reisende auch in diese Hauptstadt mit ihrem ganz eigenen Charme, der einzigartig ist. Was kann man von einer Reise nach Brasilia erwarten?

Vom unbedeutenden Dorf zu Brasiliens mächtiger Hauptstadt

Itamaraty-Palast, Brasilia
Itamaraty-Palast, Sitz des Außenministeriums, Bild: Flyme Drones / shutterstock

Die ersten Siedlungen entstanden bereits im späten 19. Jahrhundert dort, wo Brasilia heute zu finden ist. Allerdings wurde erst ab dem Jahr 1956 tatsächlich an einem umfassenden Ausbau der Stadt gearbeitet. Dabei war von Beginn an vorgesehen, dass vor allem die Regierungsbehörden, Ämter und Ministerien sowie die entsprechenden Angestellten einen Platz in der Stadt finden sollen. Im Laufe der Jahre entstanden viele Vorstädte und Satellitenstädte in der unmittelbaren Umgebung, in der vor allem die Arbeiter zu finden sind, die eine ganz eigene Kultur entwickeln. Die eigentliche Stadt ist auch bis heute noch von der Mittel- und Oberschicht Brasiliens geprägt.

Natürlich sind die mitunter gigantischen Bauten noch heute die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Was aber vor allem für einen steten Zustrom an immer neuen Touristen sorgt, ist die ganz eigene Kultur, die sich in der Stadt entwickelt. Es kommt selten vor, dass man einer Hauptstadt beim Wachsen zusehen kann und quasi live beobachten kann, wie sich ein ganz eigenes Selbstverständnis entwickelt. Genau das ist in Brasilia möglich und führt dazu, dass sich besonders das Nachtleben einen entsprechenden Ruf erarbeitet hat. Auch die Gastronomie, die Experten und Spitzenköche aus aller Welt angelockt hat, verfügt in der Stadt über einen hervorragenden Ruf.

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Sehenswürdigkeiten vom Reißbrett – der einzigartige Charme Brasilias

Juscelino-Kubitschek-Brücke
Juscelino-Kubitschek-Brücke, auch JK-Brücke genannt, Bild: ESB Professional / shutterstock

Als Brasilia entworfen wurde, ging es vor allem um den Wunsch, dass es eine Hauptstadt im Zentrum des Landes geben soll. Brasilien ist riesig – wie der geneigte Urlauber vermutlich auch bei dem Versuch feststellen wird, sich innerhalb des Lande zu bewegen – und Brasilia sollte zum Knotenpunkt für die Geschicke im Land werden. Von besonderer Schönheit bei einem Gang durch die Stadt sind die öffentlichen Gebäude, die der Architekt Oscar Niemyer entworfen hat und die vor allem im Distrikt Federal do Brasil zu finden sind.

Ein gutes Beispiel für die beeindruckenden Bauten ist der Torre de Televisao, der Fernsehturm von Brasilia. Für Besucher bietet er eine Aussichtsplattform, von der aus man sich das sehr klar strukturierte Muster der Distrikte und Straßen einmal genauer ansehen kann. Von hier aus führt ein Pracht-Boulevard unter anderem zur Sanctuário de Dom Bosco:. Die Kirche gilt als das schönste Bauwerk von Brasilia und beeindruckt vor allem durch das Farbspiel. Das Congresso Nacional ist ebenso wie das Teatro Nacional schon von Weitem sichtbar und rundet die vielen Bauwerke ab, mit denen Niemeyer einen ewigen Stempel seines Schaffens in der Stadt hinterlassen hat. Die meisten der Bauwerke sind gegen geringen Eintritt oder sogar kostenlos zu besichtigen.

Das Umland: Nationalpark und Vorstädte

Manchmal dauert es eine Weile, bis man den Charme der Stadt wirklich hat auf sich wirken lassen. Allerdings sollte man es sich nicht nehmen lassen, bei einem Besuch auch das historische Umland der Stadt einmal genauer anzusehen. Neben der beinahe wüstenartigen Steppe gibt es hier auch einen Nationalpark, der beinahe gleichzeitig mit der Stadt angelegt worden ist. Mit seinen natürlichen Pools sowie den Rad- und Wanderwegen ist er das favorisierte Ziel für Ausflüge der Einwohner in der Stadt und bietet einen Einblick in die Natur – ganz ohne den typischen Regenwald, der sonst in vielen Teilen von Brasiliens zu entdecken ist.

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Im Umland lassen sich zudem die historischen Dörfer und Vorstädte finden, die schon vor der eigentlichen Stadt vorhanden waren oder die im Laufe der Jahre entstanden sind, weil die Arbeiter sich aus dem eigentlichen Stadtzentrum weg bewegt haben. Hier trifft man auf eine Kultur, die weniger alleine auf Touristen ausgelegt ist, sondern ein bisschen mehr dem traditionellen Brasilien entspricht. Speisekarten sind fast ausschließlich auf Portugiesisch, dafür gibt es viele freundliche Menschen, die gewillt sind, die Speisen zu erklären und viele Abenteuer, die sich entdecken lassen.

Das berühmte Nacht- und Gastroleben von Brasilia

Viele der Abgeordneten und Beamten fliegen über das Wochenende in ihre Heimatstädte und bleiben nicht in Brasilia. Das bietet den Vorteil, dass es vor allem die Einheimischen sind, die hier das Nachtleben bestimmten. Samba Bars sind ein Beispiel für die Dinge, für die Brasilia berühmt ist. Wenn es Dunkel wird sind die Bars besonders im belebten Stadtzentrum zu finden und reihen sich aneinander mit Bars und Restaurants, in denen man die besten Speisen genießen kann. Gerade hier ist es eine junge Generation von Menschen, die dabei ist, eine eigene Kultur für die Stadt zu definieren. Das sollte man bei einem Besuch in dieser einmaligen Metropole wenigstens einmal gesehen und selbst erlebt haben.