• Menu
  • Menu
Mit dem Eurotunnel-Zug nach England
Mit dem Eurotunnel-Zug nach England, Bild: J. Roll / Reisemagazin Online

Mit dem Auto nach England – Was gibt es zu beachten

Ist für eine Autoreise nach England eine der Fähren oder der berühmte Eurotunnel vorzuziehen? Was ist überdies beim Linksverkehr im Königreich zu beachten? Und: Wie gelangen Autoreisende unkompliziert in die Hauptstadt London? Letztlich: Wie fahren sie innerhalb der Londoner City easy von A nach B?

Der nachfolgende Artikel bietet ausführliche Infos und praktikable Hinweise zu diesen und ähnlichen Touristik-Fragen.

Dünkirchen oder Calais? – was ist als Sprungbrett zur Insel besser geeignet?

Egal, von wo aus der Auto-Trip nach England startet: Zwei federführende Reederei-Unternehmen kommen hierfür an der französischen Nordküste in Frage. Sie heißen DFDS Seaways beziehungsweise P&O Ferries.

Ratsame Buchungstermine und anfallende Fährkosten

Ratsam ist, rechtzeitig eine Autofähre nach England von einem der beiden Kontinental-Häfen Calais oder Dünkirchen zu buchen. Wer dies vorzugsweise online ein Vierteljahr vor der Anreise tut, geht auf Nummer sicher.

Der fällige Fähren-Obolus hängt von der Personenzahl, dem Fahrzeugtyp und dem gewählten Zeitrahmen ab. Während der Rushhour-Perioden ist die Überfahrt definitiv teurer als früh am Morgen oder später am Abend. Bei einem mit vier Personen besetzten PKW sind für die Hin- und Rückfahrt circa 250 Euro einzukalkulieren.

Die preisgünstige Economy Class hat den Nachteil, nicht stornierbar und an feste Departure-Zeiten gebunden zu sein. Eine Umbuchung ist hier – im Gegensatz zur teureren Premium Class – ultimativ kostenpflichtig.

Siehe auch  Isle of Wight – das Inselidyll am Ärmelkanal

Die Reisedauer von Calais und Dünkirchen

Vom Reisetempo her ist es eher belanglos, eine Fähre von Dünkirchen oder Calais aus zu buchen. Die Überfahrt vom Hafen Dünkirchen dauert zwar circa 30 Minuten länger als die vom westlicheren Startort Calais. Stattdessen sparen Autotouristen die gut 40 Kilometer Fahrt zwischen den beiden Städten ein.

Insgesamt liegt die Reisezeit von der französischen Ärmelkanalküste zum englischen Fährhafen Dover zwischen anderthalb und zwei Stunden.

Der moderne Eurotunnel von Calais nach Folkestone in England

Eine Alternative mit deutlichem Zeitgewinn ist eine Fahrt von Calais durch den 50 Kilometer langen Eurotunnel nach Folkestone bei Dover.

Die Tunnelpassage gestaltet sich zwar teurer als die gängigen Fährenüberquerungen. Der unschlagbare Vorteil: Die Fahrt mit der Eisenbahnlinie tief unter dem Meeresboden ist maximal schnell. Sie dauert zusammen mit dem PKW-Transport eine gute halbe Stunde.

Empfehlenswert ist eine frühzeitige Online-Buchung von Deutschland aus. Hier können Sie Eurotunnel Tickets in Deutsch buchen. Die Gesamtkosten für die Nutzung des längsten Unterwassertunnels der Welt betragen hin und zurück 300 Euro.

Hinweis: Als nachteilige Auswirkung des Brexits sind England-Reisen nicht mehr so unkompliziert wie früher. So ist am Eurotunnel im französischen Calais oder in beiden EU-Fährhäfen von langwierigen Passkontrollen auszugehen. Eine Einreise mit dem Personalausweis ist seit dem 01. Oktober 2021 ohnehin nicht mehr gestattet.

Was müssen Autoreisende beim Linksverkehr auf englischem Boden beachten?

Die britische Insel erweist sich als recht verkehrsreich. Hinzu kommen als Tücke die gehäuften, vielspurigen Regulierungen zum Kreisverkehr. Eine verbindliche Links-vor-Rechts-Vorschrift wie in Deutschland oder anderen EU-Ländern fehlt. Zum Glück regelt öfter ein „Give way“-Verkehrsschild die Vorfahrt an den englischen Straßenkreuzungen.

Siehe auch  London – multikulturelle Weltstadt mit einzigartigem Charme

Eins ist klar: Beim Insel-Linksverkehr ist prinzipiell von rechts her zu überholen. Zu guter Letzt eine erfreuliche Nachricht: Britische Verkehrsteilnehmer zeigen sich häufiger betont höflich („polite“) und rücksichtsvoll bei jeder Fahrt.

Wie kommen Autoreisende unkompliziert in und durch die Hauptstadt London?

Nahezu jedes Fleckchen Erde ist innerhalb der Metropole in U-L-E-Z-Areale („Ultra-Low-Emission-Zonen“) aufgeteilt. Aus diesem Grund sind in der Riesenstadt Mautgebühren („Congestion Charges“) fällig. Jene Geldeinnahmen dienen dem Zweck, die Umweltqualität in der City auf ein höheres Level anzuheben. Die Zusatzkosten entstehen – bis auf den ersten Weihnachtsfeiertag – über das komplette Kalenderjahr hindurch.

Sämtliche Mautpreise bewegen sich zwischen 10,00 bis 15,00 GBP (Britische Fund) für 24 Stunden. Elektroautos fahren indes täglich gratis durch die Londoner Innenstadt.

Ein Tipp: Eine rechtzeitige Anmeldung für die ULEZ-Maut (und gegebenenfalls für die zusätzliche Inner-City-Maut) ist für deutsche Autotouristen dringend anzuraten. Denn: Die webbasierte Freischaltung dauert in der Regel bis zu zehn Tage.

Noch wichtiger: Wer als England-Reisender mit dem Auto in London ohne Maut-Freigabe erwischt wird, riskiert empfindlich hohe Geldbußen bis zu 1.000 Euro. In Erwägung zu ziehen sind noch die allgegenwärtigen Videokameras, mit denen beim Regelverstoß sämtliche Nummernschilder erfasst werden.

Das Fazit

Ein England-Roadtrip mit dem eigenen Fahrzeug verlangt eine gründliche Vorbereitung auf das geplante Reise-Event. Hierbei ins Auge zu fassen sind: der durchgängige Linksverkehr, die häufigen Kreisverkehre sowie eine fällige PKW-Maut für die Londoner City.