Erlebe Ägyptens schönste Seite unter Wasser des Roten Meers!

Tauchen in Ägypten

Ägypten als Reiseziel zu wählen ist, vor dem Hintergrund der aufgeheizten politischen Lage, die von den Medien suggeriert wird, für viele Europäer mit Gefahr, Angst und Ungewissheit verbunden. Trotz dessen darf man sich nicht von den aufgeheizten medialen Berichten abschrecken lassen, denn Ägypten und das Rote Meer bieten naturell, landschaftlich und kulturell zahlreiche schöne Entdeckungen. An den typischen Taucherlocations am Roten Meer ist es, den dortigen Urlaubern zufolge, nicht gefährlicher als an anderen Urlaubsstränden, die für das Tauchen prädestiniert sind. Also packen Sie ihren Taucheranzug ein und lernen Sie Ägyptens Tauchwelt kennen.

Wissenswertes vor der Tauchsafari

Ägypten bietet neben wunderbaren Sandstränden, angenehm sonnigen Temperaturen auch einen verhältnismäßig günstigen Preis für Tauchgänge und ganze Tauchsafaris. Vor Ort kann man auch gut Tauchausrüstung leihen, lediglich Zubehör zum Tauchen wie Schnorchel, Flossen und Tauchmaske sind empfehlenswert mitzunehmen. Sind nun die wichtigsten Grundlagen fürs Tauchen gelegt, gilt es den für sich und seine Tauchbedürfnisse richtigen Ort in Ägypten auszuwählen. Hierfür am besten das Internet oder das Reisebüro nutzen, um die Tauchreiseveranstalter mit ihren speziellen Hotelanlagen zu vergleichen.

Fakten und Zahlen für den Tauchschein:

  • Mindestalter von 14 Jahren
  • mindestens eine Woche vor Ort
  • Kosten liegen bei etwa 300 Euro
  • körperliche Fitness und Spaß und Lust das Tauchen zu probieren

Die empfehlenswertesten Tauchorte am Roten Meer

1. Dahab

Das bis vor einigen Jahren nur als kleines, schnuckeliges Fischerdorf bekannte Örtchen, wurde durch sein „Blue Hole“ bekannt. Das blaue Loch, wie es übersetzt heißt, stellt einen besonders tiefen Tauchplatz für spezielles (sportliches) Tauchen direkt an der Küste dar. Hier zu tauchen ist speziell geeignet für fortgeschrittene Taucher. Das klare Wasser offenbart hier wunderbare und außergewöhnliche Korallenriffe.

2. Hurghada

Tauchen in Ägypten, Bild: yeshaya dinerstei / shutterstock

Der in Ägypten wahrscheinlich bekannteste Ort ist Hurghada. In der 160 000 Einwohner großen Urlaubsmetropole kann man nicht nur All inklusive in großen Hotelanlagen genießen, sondern eben auch sehr gut tauchen. Ein Makel hat dieses Gebiet allerdings: die Riffe sind zum Teil schon sehr mitgenommen und können sich durch die vielen Tauchgänger kaum mehr erholen. Naturschützer sehen das Tauchen hier am Roten Meer deshalb als sehr kritisch an. Dennoch gib es in der Region auch noch andere Gebiete, wie El Gouna und Safaga.

Pluspunkt hier ist, dass es sehr viele Tauchschulen auf kleinem Raum gibt, was gerade für Anfänger geeignet ist. Meist wird gerade von den „neuen Tauchern“ eine Tauchtour in Anspruch genommen, die von der Tauchschule organisiert wird. Dazu wird ein ganzer Tag zum Tauchen genutzt, bei dem zwei bis drei Unterwasserstopps mit dem Boot eingelegt werden. Dabei ist man in kleiner Gruppe unterwegs, taucht, isst und genießt zusammen auf dem Boot. Delfine und Wasserschildkröten sind auf diesen Touren keine Seltenheit und für die Touristen ein Spektakel.

3. Der Norden Ägyptens

Hier zeigt sich eine ähnliche Situation wie in Hurghada. Auch hier sind die Riffe durch einen starken Tauchtourismus in den letzten Jahren etwas in Mitleidenschaft gezogen worden. Trotz allem bieten die Riffs hier auch schöne Landschaften, die sehenswert sind. Ein Beispiel ist Sharm el Sheikh. Hier gelangt man zu zahlreichen Korallenriffen, die Wohnort vieler kleiner Meeresbewohner sind. Eine sehr famose Sehenswürdigkeit unter Wasser ist in diesem nördlichen Teil des Landes ein gesunkener Frachter. Das Wrack, das den Namen HMS Thistlegorm trägt, kann in 30m Meter Tiefe auf dem Boden des Roten Meeres betaucht werden. Ein weiteres Higlight in Sharm el Sheikh ist außerdem der Ras Mohammed Nationalpark. Hier findet sich ein großer Bereich geschützter Flora und Fauna, sowie Steilabbrüche, die diesen Tauchort bekannt und einzigartig machen.

4. Marsa Alam

Der Süden, wozu das Gebiet um Marsa Alam zählt, ist weniger von Tauchern besucht, wie der Norden. Hier befinden sich die Riffe und Tauchspots meist direkt am Hotel oder am Strand gelegen, sodass keine Bootsfahrt nötig ist.

Die beste Reisezeit und Hochsaison seltener Unterwasserbewohner

Ein großer Vorteil an Ägypten ist, dass das Rote Meer nahezu das ganze Jahr eine atemberaubende klare Sicht von 20-40m unter Wasser bietet. Einzig die Temperaturen im Außen und unter Wasser variieren je nach Jahreszeit stark. Die europäischen winterlichen Monate sind auch in Ägypten die „kältesten“ Monate. Von Dezember bis Februar herrschen trotz allem noch immer Tagestemperaturen von 17 – 27 Grad und Wassertemperaturen von 20 – 24 Grad. Regen ist am Roten Meer zudem höchst selten.

Trotz des großen Tourismus der letzten Jahre entdeckt man in den Riffen und den Unterwasserwelten Ägyptens bis zu 800 verschiedene Fischarten, wenn man Glück hat – auf einer geführten Tour ist auch Delfine, Wasserkühe und Walheie. Haie finden sich am Roten Meer durchaus öfter, darunter schwarze Riffhaie, weiße Riffhai, Tigerhaie oder Hammerhaie. Auch Stachelrochen, Muränen und Löwenfische sind hier keine Seltenheit.

Interessantes über das Land oberhalb der Wasseroberfläche

Ägypten ist nur eine Stunde voraus und zahlt mit Ägyptischen Pfund. Die Lebenserhaltungskosten dort sind gering und auch für Touristen gibt es zahlreiche Schnäppchen auf Märkten zu entdecken. Auch das Essen und die Unterbringung in einem (luxuriösen) Hotel sind verhältnismäßig günstig. Ägypten ist, neben seiner tollen Lage am Roten Meer, berühmt für Sphinx, Mumien und Pyramiden und für allgemeine historische Geschichte. Da das Land weitestgehend religiös muslimisch ist, sollten sich die weiblichen Touristen dementsprechend dieser Kultur anpassen, um eine unerwünschte Aufmerksamkeit zu vermeiden.

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