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Curieuse
Curieuse, Bild: Reisemagazin Online

Curieuse – Ein kleines Eiland voller Naturwunder

Die Rote Insel beziehungsweise Île Rouge, wie sie einst wegen dem in hellem Rot leuchtenden Laterit-Sand genannt wurde, ist eine der 42 Granitinseln der Seychellen. Ihren Namen Curieuse, was auf Deutsch so viel bedeutet wie „neugierig“, hat sie erst später durch einen französischen Forscher erhalten, der mit dem gleichnamigen Schiff unterwegs war.

Obwohl die beschauliche Insel im Indischen Ozean nur rund drei Quadratkilometer groß ist, verbergen sich dort einzigartige Naturschönheiten, die es sonst nirgends auf der Welt gibt. Kein Wunder also, dass die gesamte Insel als Curieuse Marine National Park unter Naturschutz steht. Zum Nationalpark gehört auch die südlich von Curieuse gelegene Baie Curieuse. Und so macht sie wirklich neugierig, la Curieuse, darauf, wer dort alles beheimatet sein mag.

Da sie zu den Inner Islands der Seychellen gehört, ist sie nur wenige Kilometer von den beliebten Touristeninseln Praslin, La Digue und Cousine entfernt. Auch von der Hauptinsel Mahé sind es lediglich 50 Kilometer nordwestlich bis nach Curieuse. Regelmäßig fahren von den Touristeninseln Ausflugsboote mehrerer Anbieter für einen Tagesausflug zum Naturparadies. Dazu zählen auch Schnorchel- und Tauchausflüge, bei denen man die bunte und fischreiche Unterwasserwelt der Korallenriffe rund um die kleine Insel erkundet. Vor allem der Point Rouge im Osten von Curieuse ist ein beliebter Tauchspot.

Unvergessliche Naturerlebnisse für Aktivurlauber, Familien und Entdecker

Zum Glück weist heute kaum mehr etwas darauf hin, dass die Insel Curieuse im 19. Jahrhundert als Aussätzigeninsel für Lepra-Kranke gedient hat. Nur im kleinen Doctor´s House, einem französischen Kolonialbau, der heute ein kleines Café und ein Besucherzentrum beherbergt, finden sich ein paar Informationen dazu. Aktuell leben wenige Menschen auf der idyllischen Seychellen-Insel – die meisten sind Mitarbeiter der Forschungsstation, die mehr über das Leben von Schildkröten erfahren und sie schützen möchten.

Schildkröten Curieuse
Bild: Reisemagazin Online

Vor allem die nur auf den Seychellen vorkommende Seychellen-Riesenschildkröte, die bis zu 300 Jahre alt werden kann, hat es den Forschern angetan. Noch immer gehen die Wissenschaftler der Frage nach, wie sich eine Landschildkröte auf einer einsamen Insel so derart groß entwickeln konnte. Mindestens ebenso erstaunlich ist die nächste Verwandtschaft mit den Madagaskar-Riesenschildkröten, liegen die beiden Inselstaaten doch etwa 2.000 Kilometer voneinander entfernt.

Und die Riesenschildkröte ist noch dazu eine Landschildkröte – also, wie um alles in der Welt, ist sie hierher gekommen? Übrigens hat auch die seltene echte Karett-Schildkröte auf Curieuse ein Zuhause gefunden. Eine weitere Art, die es nur auf Curieuse und der Nachbarinsel Praslin gibt, ist die Palme Coco de Mer. Die Doppelnuss der Palme mit ihren riesigen Samen kann bis zu 20 Kilogramm schwer werden und ist die größte Kokosnuss der Welt. Abgesehen von diesen endemischen Arten gedeihen auf der beschaulichen Seychellen-Insel ausgedehnte, dichte Mangrovenwälder und Bananenstauden.

Curieuse – Ein Tagesausflug für Genießer

Auf der Insel Curieuse gibt es auch einen wunderschönen, breiten Sandstrand, der durch seine helle rote Farbe auffällt. Wenn man Glück hat, wird gerade eines der beliebten kreolischen Barbecues am feinpudrigen Strand veranstaltet. Da regelmäßig Schnellboote und Wassertaxis mit Tagestouristen kommen, ist das durchaus öfter der Fall.

Den eindrucksvollen Naturpark kann man dann entweder auf eigene Faust oder mit einem professionellen Nationalpark-Ranger erkunden – dieser kennt natürlich die ganzen Besonderheiten und interessanten Orte, an denen man Wasservögel und Riesenschildkröten beobachten kann, wo man auf einzigartige Landschaftsformen trifft oder eine atemberaubende Aussicht genießt. Durch den gesamten, leicht hügeligen Park führen mehr oder weniger befestigte Wege über Stock und Stein, die man aber nicht zwingend nutzen muss.

Die Feuchtgebiete der Mangrovenwälder sind über Holzstege begehbar. Die Riesenschildkröten halten sich zwar vorwiegend in der Nähe des Strandes auf, wo auch zahlreiche Strandkrabben und Meeresschnecken leben, aber immer wieder kommt es auch in der unberührten Wildnis im Inselinneren zu unvergesslichen Begegnungen mit den entspannten Tieren. Hie und da läuft auch ein Gecko über den Weg. Füttern der Riesenschildkröten ist erlaubt, allerdings nur mit frischen Palmen- oder Bananenstaudenblättern. Die Tiere würden alles tun, um an das begehrte Blattgrün zu kommen und sind deshalb nicht scheu. Eine Begegnung mit den Schildkröten bei einem Tagesausflug nach Curieuse ist ein bleibendes Erlebnis im Seychellen-Urlaub.