Antike Städte, kilometerlange Strände, lebhafte Metropolen und Landschaften, die von mediterranen Küsten bis zu anatolischen Hochplateaus reichen: Die Türkei gehört zu den vielseitigsten Reiseländern zwischen Europa und Asien. Wer das Land nur mit Badeurlaub an der Riviera verbindet, verpasst historische Königsstädte, bizarre Felslandschaften, Basare und eine Küche, die sich von Region zu Region deutlich verändert.
Die Türkei liegt auf zwei Kontinenten. Der deutlich größere Teil des Landes gehört geografisch zu Asien, während ein kleinerer Teil westlich des Bosporus in Europa liegt.
Für viele Urlauber beginnt die Reise entweder in Istanbul oder an der Türkischen Riviera. Doch auch die Ägäisküste, Kappadokien und das anatolische Landesinnere bieten zahlreiche Gründe für eine längere Rundreise.
Istanbul – Metropole auf zwei Kontinenten

Istanbul ist die größte Stadt der Türkei und zugleich ihr bekanntestes Städtereiseziel. Die Metropole liegt am Bosporus und verbindet Europa und Asien miteinander.
Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören die Hagia Sophia, die Blaue Moschee, der Topkapi-Palast und die unterirdische Cisterna Basilica.
Rund um den Großen Basar und den Gewürzbasar zeigt sich eine andere Seite der Stadt. Gewürze, Süßigkeiten, Textilien und traditionelle Handwerksprodukte füllen die engen Gänge.
Ein Höhepunkt ist außerdem eine Fahrt mit der Fähre über den Bosporus. Dabei zeigt sich besonders gut, wie unterschiedlich die europäischen und asiatischen Stadtteile wirken.
Für Istanbul sollte man mindestens drei bis vier Tage einplanen. Wer Museen, Viertel wie Balat oder Kadıköy und längere Bosporusfahrten einbauen möchte, kann problemlos eine Woche bleiben.
Ankara – die Hauptstadt der Türkei
Anders als häufig angenommen ist nicht Istanbul, sondern Ankara die Hauptstadt der Türkei.
Die Stadt liegt im anatolischen Hochland und wurde 1923 Hauptstadt der neu gegründeten Republik.
Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehört das Mausoleum Anıtkabir, in dem Mustafa Kemal Atatürk bestattet ist.
Auch das Museum für anatolische Zivilisationen ist sehenswert. Es zeigt archäologische Funde aus verschiedenen Epochen der anatolischen Geschichte.
Die Türkische Riviera
Die Türkische Riviera gehört zu den bekanntesten Ferienregionen des Landes. Sie erstreckt sich entlang der südlichen Mittelmeerküste und verbindet lange Strände mit historischen Stätten und dem Taurusgebirge.
Besonders beliebt sind Antalya, Alanya und Side.
Die Region eignet sich für klassischen Badeurlaub, aber auch für Ausflüge zu antiken Städten, Wasserfällen und in die Berge.
Antalya – Altstadt, Meer und Taurusgebirge
Antalya ist das wichtigste Zentrum der Türkischen Riviera.
Die historische Altstadt Kaleiçi liegt rund um einen alten Hafen. Enge Straßen, restaurierte Häuser und das Hadrianstor erinnern an die lange Geschichte der Stadt.
Zu den bekanntesten Stränden gehören Konyaaltı und Lara.
Auch Ausflüge in die Umgebung lohnen sich. Antike Städte wie Perge und Aspendos liegen nicht weit entfernt.
Side – Badeurlaub zwischen antiken Ruinen
Side verbindet auf besonders anschauliche Weise Strandurlaub und Geschichte.
Die antike Stadt erstreckt sich direkt bis an die Küste. Zu den bekanntesten Bauwerken gehören das große Theater und der Apollontempel unmittelbar am Meer.
Auf beiden Seiten der Halbinsel liegen lange Strände.
Gerade für Familien ist Side deshalb ein beliebtes Ziel, da kurze Wege zwischen Hotel, Strand und historischen Sehenswürdigkeiten möglich sind.
Alanya – Burgfelsen und Kleopatra-Strand

Alanya liegt weiter östlich an der Mittelmeerküste.
Das Stadtbild wird vom mächtigen Burgfelsen geprägt. Die Festungsanlagen ziehen sich weit über den Hügel oberhalb des Hafens.
Unterhalb liegt der bekannte Kleopatra-Strand. Auch der Rote Turm am Hafen gehört zu den Wahrzeichen der Stadt.
Das Taurusgebirge
Nur wenige Kilometer hinter der Mittelmeerküste steigen die Berge des Taurusgebirges an.
Die Gebirgskette erstreckt sich über große Teile des südlichen Anatoliens und erreicht Höhen von deutlich über 3.000 Metern.
Von den Ferienorten an der Küste werden verschiedene Ausflüge ins Gebirge angeboten. Dazu gehören Wanderungen, Jeep-Touren und Rafting.
Wer abgelegenere Bergregionen besucht, sollte sich jedoch nicht darauf verlassen, dass jede Tour touristisch erschlossen ist. Wetter, Höhenlage und Straßenverhältnisse können sich deutlich von den Bedingungen an der Küste unterscheiden.
Türkische Ägäis – Bodrum, Izmir und antike Städte
Westlich der Riviera liegt die türkische Ägäisküste. Sie unterscheidet sich landschaftlich und kulturell etwas vom Süden.
Weiße Häuser, Buchten und zahlreiche antike Stätten prägen die Region.
Zu den bekanntesten Orten gehören Bodrum, Marmaris, Çeşme und die Großstadt Izmir.
Wer mehr über die Strände der Region lesen möchte, findet weitere Tipps in unserem Artikel zum Badeurlaub in der Türkei.
Bodrum – Hafenstadt und Zentrum der Blauen Reise
Bodrum gehört zu den bekanntesten Ferienorten an der Ägäis.
Das Stadtbild wird von der mächtigen Burg St. Peter geprägt. Heute befindet sich dort ein Museum für Unterwasserarchäologie.
Bodrum ist zudem ein wichtiger Ausgangspunkt für Segelreisen entlang der türkischen Küste.
Die sogenannte Blaue Reise verbindet kleine Buchten und Hafenorte miteinander und gehört zu den klassischen Möglichkeiten, die Ägäisküste vom Wasser aus kennenzulernen.
Ephesos – eine der bedeutendsten antiken Städte
Eine der wichtigsten historischen Stätten der Türkei liegt südlich von Izmir.
Ephesos war in der Antike eine bedeutende Hafen- und Handelsstadt.
Zu den bekanntesten Bauwerken gehören die Celsus-Bibliothek, das große Theater und die Terrassenhäuser.
Auch die Überreste des Artemis-Tempels befinden sich in der Umgebung. Der antike Tempel gehörte zu den sieben Weltwundern der Antike.
Einen ersten Überblick findest du auch in unserem Artikel über Didim und die türkische Ägäis.
Pamukkale und Hierapolis
Pamukkale gehört zu den außergewöhnlichsten Natursehenswürdigkeiten der Türkei.
Mineralreiches Thermalwasser hat über Jahrtausende weiße Kalkterrassen entstehen lassen.
Unmittelbar oberhalb liegt die antike Stadt Hierapolis. Beide Sehenswürdigkeiten gehören gemeinsam zum UNESCO-Welterbe. Die offizielle Tourismusseite nennt sowohl die Travertinterrassen als auch Hierapolis als zentrale Attraktionen der Region. :contentReference[oaicite:1]{index=1}
Besucher sollten beachten, dass nur bestimmte Bereiche der Kalkterrassen betreten werden dürfen.
Kappadokien – Feenkamine und unterirdische Städte

Im zentralen Anatolien liegt mit Kappadokien eine der außergewöhnlichsten Landschaften der Türkei.
Wind und Wasser formten vulkanisches Tuffgestein zu bizarren Felsformationen, den sogenannten Feenkaminen.
Menschen nutzten das weiche Gestein über Jahrhunderte, um Wohnungen, Kirchen und ganze unterirdische Städte anzulegen.
Zu den bekanntesten Zielen gehören Göreme, Uçhisar sowie die unterirdischen Städte Derinkuyu und Kaymaklı.
Besonders berühmt sind die Heißluftballons, die bei geeigneten Wetterbedingungen am frühen Morgen über der Landschaft aufsteigen. Auch die offizielle türkische Tourismusseite hebt die Ballonfahrten und Feenkamine als charakteristische Erlebnisse hervor.
Die schönsten Strände der Türkei
Die Türkei besitzt Küsten am Mittelmeer, an der Ägäis, am Schwarzen Meer und am Marmarameer.
Die bekanntesten Badegebiete liegen an der Riviera und an der Ägäis.
Zu den beliebten Stränden gehören der Kleopatra-Strand in Alanya, Patara Beach, Ölüdeniz und zahlreiche kleinere Buchten entlang der Ägäisküste.
Eine ausführlichere Übersicht gibt es in unserem Beitrag über den Badeurlaub in der Türkei.
Ölüdeniz – berühmte Lagune bei Fethiye
Ölüdeniz gehört zu den bekanntesten Fotomotiven der türkischen Küste.
Die geschützte Lagune liegt südlich von Fethiye und ist von bewaldeten Bergen umgeben.
Besonders bekannt ist die Region auch für Paragliding vom Babadağ. Von oben reicht der Blick weit über Küste und Meer.
Patara – Strand und antike Stadt
Patara verbindet einen langen Sandstrand mit einer bedeutenden antiken Ausgrabungsstätte.
Die antike Stadt gehörte zum lykischen Städtebund und besitzt unter anderem ein Theater und ein rekonstruiertes Versammlungsgebäude.
Der Strand ist außerdem als Nistgebiet der Unechten Karettschildkröte geschützt.
Türkisches Frühstück
Die türkische Küche ist wesentlich vielfältiger als Döner und Kebap.
Ein klassisches Frühstück kann aus Brot, Käse, Oliven, Tomaten, Gurken, Eiern, Honig und verschiedenen Aufstrichen bestehen. Dazu wird fast immer schwarzer Tee serviert.
Je nach Region unterscheiden sich Umfang und Zutaten deutlich.
Döner in der Türkei
Der Döner kebab hat seinen Ursprung in der osmanisch-türkischen Küche und wird in der Türkei häufig deutlich anders serviert als der in Deutschland bekannte Döner im Fladenbrot.
Das Fleisch kann beispielsweise als Dürüm, auf einem Teller oder in einem kleineren Brot angeboten werden.
Dazu kommen je nach Variante Tomaten, Zwiebeln, Salat oder andere Zutaten. Die pauschale Aussage, ein „original türkischer Döner“ bestehe ausschließlich aus Fleisch und Salz, trifft deshalb nicht zu.
Weitere typische Gerichte
Zu den bekanntesten Gerichten gehören Köfte, Pide, Lahmacun und verschiedene Varianten von Meze.
An der Küste spielen Fisch und Meeresfrüchte eine wichtige Rolle.
In Zentralanatolien sind dagegen kräftigere Fleisch- und Teiggerichte verbreitet.
Zum Nachtisch gehören Baklava, Künefe und Lokum zu den bekannten Klassikern.
Basare und Einkaufen
Basare gehören in vielen Städten zum Alltag und sind gleichzeitig bei Touristen beliebt.
Beim Einkaufen auf Märkten und in kleinen Geschäften ist Handeln teilweise üblich, allerdings nicht überall.
In Supermärkten, Einkaufszentren und Geschäften mit festen Preisen wird selbstverständlich nicht gehandelt.
Wer Souvenirs kaufen möchte, findet unter anderem Gewürze, Keramik, Textilien, Lederwaren und Süßigkeiten.
Dolmuş – unterwegs mit dem Kleinbus
In vielen Städten und Ferienregionen verkehren sogenannte Dolmuş.
Die Kleinbusse verbinden Stadtteile, Ortschaften und teilweise auch Strände miteinander.
Fahrpreise und Abfahrtszeiten unterscheiden sich regional. Die alten pauschalen Angaben von ein bis drei Euro beziehungsweise festen Zehn-Minuten-Takten würde ich deshalb nicht mehr verwenden.
Für kurze Strecken sind Dolmuş-Verbindungen häufig eine praktische Alternative zum Taxi.
Mit dem Mietwagen durch die Türkei
Für Rundreisen bietet ein Mietwagen viel Flexibilität.
Das Straßennetz zwischen großen Städten und touristischen Regionen ist gut ausgebaut.
In abgelegenen Gebirgsregionen können Straßen jedoch deutlich schmaler und langsamer zu befahren sein.
In Istanbul ist ein Mietwagen dagegen kaum notwendig. Der öffentliche Nahverkehr ist dort meist wesentlich entspannter als der dichte Stadtverkehr.
Beste Reisezeit für die Türkei
Die beste Reisezeit hängt stark von der Region ab.
April bis Juni sowie September und Oktober eignen sich besonders gut für Rundreisen, Städte und historische Sehenswürdigkeiten.
Juni bis September ist die klassische Zeit für Badeurlaub an Mittelmeer und Ägäis.
Im Juli und August kann es insbesondere an der Südküste sehr heiß werden.
Im Landesinneren sind die Unterschiede zwischen Sommer und Winter deutlich größer. In Ankara, Kappadokien und Ostanatolien können die Winter kalt und schneereich sein.
Die Aussage, in der gesamten Türkei herrsche ganzjährig warmes Klima, wäre deshalb falsch.
Wie viele Tage sollte man für die Türkei einplanen?
Für einen reinen Badeurlaub reicht eine Woche.
Für Istanbul allein sind drei bis fünf Tage sinnvoll.
Wer Istanbul, Kappadokien und eine Küstenregion miteinander kombinieren möchte, sollte mindestens zehn bis vierzehn Tage einplanen.
Für eine größere Rundreise mit Ägäis, Zentralanatolien und Riviera sind zwei bis drei Wochen deutlich angenehmer.
Respekt und Umgangsformen
Die Türkei ist kulturell sehr vielfältig. In großen Ferienorten geht es häufig deutlich lockerer zu als in konservativeren Regionen des Landes.
Beim Besuch von Moscheen sollten Schultern und Knie bedeckt sein. Schuhe werden vor dem Betreten des Gebetsraums ausgezogen.
Während der Gebetszeiten sollte man Rücksicht auf Gläubige nehmen.
Bei privaten Begegnungen und in Restaurants ist Gastfreundschaft häufig ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens.
Reiseinformationen Türkei
| Hauptstadt | Ankara |
|---|---|
| Staatsform | Republik mit Präsidialsystem |
| Währung | Türkische Lira (TRY) |
| Fläche | rund 784.000 km² |
| Bevölkerung | rund 86 Millionen Einwohner |
| Amtssprache | Türkisch |
| Stromnetz | 230 Volt, 50 Hz |
| Telefonvorwahl | +90 |
| Zeitzone | UTC+3, keine saisonale Zeitumstellung |
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Häufige Fragen zur Türkei
Was sollte man in der Türkei unbedingt gesehen haben?
Zu den bekanntesten Zielen gehören Istanbul, Kappadokien, die Türkische Riviera, Ephesos und Pamukkale. Wer mehr Zeit hat, sollte außerdem die Ägäisküste und weitere Regionen Anatoliens einplanen.
Was ist die Hauptstadt der Türkei?
Ankara ist die Hauptstadt der Türkei. Istanbul ist die größte Stadt und das bedeutendste touristische und wirtschaftliche Zentrum.
Wann ist die beste Reisezeit für die Türkei?
Für Badeurlaub sind Juni bis September beliebt. Für Rundreisen, Istanbul und historische Sehenswürdigkeiten eignen sich Frühjahr und Herbst besonders gut.
Ist die Türkei nur für Badeurlaub interessant?
Nein. Neben den Küsten bietet das Land antike Städte, Kappadokien, Gebirge, historische Metropolen und sehr unterschiedliche Landschaften.
Welche Orte gehören zur Türkischen Riviera?
Zu den bekanntesten Ferienorten zählen Antalya, Side, Belek und Alanya. Entlang der Küste liegen außerdem zahlreiche kleinere Orte und historische Stätten.
Lohnt sich Kappadokien?
Ja. Die Region bietet ungewöhnliche Felsformationen, Höhlenkirchen, unterirdische Städte und bekannte Aussichtspunkte. Besonders populär sind Heißluftballonfahrten bei Sonnenaufgang.
Kann man die Türkei individuell bereisen?
Ja. Fernbusse, Inlandsflüge, Mietwagen und regionale Verkehrsmittel ermöglichen individuelle Rundreisen. Bei großen Entfernungen können Inlandsflüge viel Zeit sparen.
Wie lange sollte man für die Türkei einplanen?
Für eine einzelne Region reicht eine Woche. Wer Istanbul, Kappadokien und eine Küstenregion kombinieren möchte, sollte mindestens zehn bis vierzehn Tage einplanen.









Zu gewinnen gibt es 3 x 2 Kino-Freikarten für den Film “NUR EIN BISSCHEN GLÜCK”. Bitte füllt das nachfolgende Formular vollständig aus. Es ist zwar keine Teilnahmebedingung, doch ein Like auf der





