Wälder, Gletscher, kristallklare Bergseen und eine fantastische Lage im Oberengadiner Seengebiet – St. Moritz ist das Original Winterwunderland der Schweiz und die Wiege des Alpentourismus. Wohl jedem ist der Name geläufig. Adlige, die Reichen und Schönen und alle, die dazugehören wollen, kommen seit 1864 hierher. Mit den hohen Bergen und dem fabelhaften See gibt die Ortschaft eine traumhafte Kulisse ab. Vielleicht ist St. Moritz der berühmteste Ferienort der Alpen, aber sicher der exklusivste und extravaganteste, zumindest im Winter. Im Sommer sucht man die „beautiful people“ vergebens.Im Kreis Oberengadin des Schweizer Kantons Graubünden gelegen, gehört St. Moritz zu den berühmtesten Wintersportplätzen und Kurorten des gesamten Alpengebietes. Vieles ist hier „Spitze“: die Lage auf 1.856 Meter Höhe, das trockene „Champagnerklima“, die eleganten und exklusiven Gäste und Unterkünfte, die Dichte an hochdekorierten Gourmetrestaurants und das kulturelle Rahmenprogramm. Trotz all des „Gucci-Schicks“ in den Bars und all der Promis auf den Pisten ist der Ort nicht nur ein Laufsteg. Sein wahrer Schatz sind die schwierigen schwarzen Pisten am Diavolezza und die Carvingpisten von Corviglia.
Wissenswert – sehenswert in St. Moritz

In St. Moritz schlägt ein Herz aus Geld. Um die Wende zum 20. Jahrhundert traf sich im Ort die europäische Aristokratie. Mitte der 1980er-Jahre dominierten die Neureichen und Sternchen. Bis heute genießen die Pradas, Guccis, Kashoggis, Grimaldis oder Agnellis ihren Urlaub vorzugsweise in ihren Privatvillen am supersonnigen Suvretta-Hang.
St. Moritz besteht aus zwei Ortsteilen: St. Moritz-Dorf am Hang über dem St. Moritzersee und St. Moritz-Bad in der flachen Talsohle am oberen Ende des Sees. 1864 schlug ein Hotelier vier Engländern vor, einen Winter kostenfrei in St. Moritz zu verbringen. Von da an wurde die Gemeinde zum Zentrum der größten Wintersportregion der Schweiz – mit 350 Pistenkilometern und 88 Abfahrten. Der erste Bob wurde 1889 gebaut. Auf der spektakulären Natureisbobbahn können mutige Gäste den Eiskanal auf 1.612 Meter nach Celerina testen.
Neben dem Wintersportangebot in der kalten Jahreszeit liegt der Schwerpunkt im Sommer bei Wassersport, Sommer-Skifahren, Reiten, Tennis, Golf und anderen Aktivitäten. Das Gemeindehaus und der Schulplatz bilden den Mittelpunkt in St. Moritz-Dorf, geprägt von luxuriösen Hotelbauten. Weiter nördlich liegt im idyllisch alten Friedhof der Schiefe Turm. Zudem lohnt ein Besuch im Segantini-Museum. In St. Moritz-Bad lockt die Heilkraft der höchstgelegenen Schweizer Mineralquellen. Schöne Panoramawege laden zu ausgedehnten Spaziergängen ein.
Skigebiet St. Moritz – traumhafte Pisten und alpines Panorama

Das ausgezeichnete Skigelände aller Schwierigkeitsgrade ist durch Bergbahnen und zahlreiche Lifte sehr gut erschlossen. Der Generalskipass umfasst alle Hänge, einschließlich Celerina, Silvaplana, Diavolezza, Pontresina, Zuoz und Sils-Maria. Abfahrtsfans steuern meist drei wichtige Gebiete an: Corvatsch, Corviglia und Diavolezza. In Corviglia (2.486 Meter) findet man gepflegte Hänge mit einem fantastischen Blick auf die Berge. Von St. Moritz-Bad fährt eine Seilbahn zu den Hängen des Piz Nair. Am besten fährt man bis Signal, hier sind die Warteschlangen kürzer.
Am Corvatsch (3.303 Meter) oberhalb des nahe gelegenen Silvaplana gibt es verschiedene Möglichkeiten, Ski zu fahren. Der Spaß auf den Brettern reicht von spektakulären Gletscherabfahrten über die schwarze Piste bis zum Hahnensee hin zu makellosen Schneewiesen. Indes ist Diavolezza (2.978 Meter) ein Muss für Freerider und Fans atemberaubender Abfahrten. Die Gletscherwelt ist eindrucksvoll und bietet anspruchsvolle Routen für erfahrene Wintersportler.
Langläufer sind die Genießer. Sie schätzen die Kulisse und die verführerischen Hütten am Pistenrand. Präparierte Loipen führen auf rund 160 Kilometern durch verschneite Wälder und über sanfte Ebenen. Dank moderner Beschneiungsanlagen und der Gletschergebiete am Corvatsch und auf der Diavolezza reicht die Skisaison in der Regel von November bis in den Frühling hinein.
Gut zu wissen: 1929 wurde die erste Skischule der Schweiz in St. Moritz gegründet – 1934 surrte hier einer der ersten Skilifte des Landes. Darüber hinaus ließen die Winterolympiaden 1928 und 1948 sowie Weltcups und Weltmeisterschaften St. Moritz zur Nummer 1 im internationalen Skisport aufsteigen. Alljährlich finden Concours Hippique auf Schnee sowie mehrere internationale Pferderennen, Poloturniere und Windhundrennen auf dem gefrorenen See statt.
Anreise und Lage – so erreichst du St. Moritz
Trotz der hochalpinen Lage ist St. Moritz komfortabel erreichbar. Mit dem Auto gelangt man aus der Schweiz über die Julierstraße ganzjährig ins Engadin. Von Italien führen der Malojapass und der Berninapass in die Region – im Winter sind Winterreifen und je nach Bedingungen Schneeketten Pflicht.
Besonders reizvoll ist die Anreise mit der Rhätischen Bahn. Die Strecke zwischen Chur und St. Moritz über die Albulalinie zählt zum UNESCO-Welterbe und führt über spektakuläre Viadukte und durch Tunnelspiralen. Auch der Bernina Express aus Italien bietet eine eindrucksvolle Anreise mit Panoramawagen. Der Engadin Airport in Samedan ermöglicht zudem Charter- und Privatflüge, während internationale Linienflüge meist über Zürich mit Anschluss per Bahn oder Shuttle erfolgen.
Kulinarik und Genuss in St. Moritz
St. Moritz ist ein Paradies für Feinschmecker. Die Dichte an ausgezeichneten Restaurants ist beachtlich – von rustikalen Engadiner Stuben bis zu internationalen Fine-Dining-Adressen. Auf den Speisekarten stehen regionale Klassiker wie Capuns, Käsefondues, Bündner Gerstensuppe und die berühmte Engadiner Nusstorte, aber auch moderne Interpretationen der Alpenküche.
In den Berghütten hoch über dem Tal werden regionale Spezialitäten mit atemberaubender Aussicht serviert. Im Ort selbst laden Cafés, Konditoreien, Weinbars und stilvolle Lokale zum Genießen ein. Wer möchte, verbindet einen Skitag mit einem ausgedehnten Lunch in der Sonne oder einem abendlichen Gourmet-Menü im Tal.
Wandern, Klettern und Entspannen

Zauberhafte Pfade laden zu ausgiebigen Wandertouren ein. Besonders beliebt ist der Wasserweg am Corvatsch, der gleich mehrere Bergseen miteinander verbindet. Wer mag, erklimmt den Piz Nair, der hoch über St. Moritz ragt. Von hier aus genießt man einen unvergesslichen Panoramablick auf die Gipfel, Seen und das Tal. Kletterfreunde zieht es an den schwindelerregenden Via ferrata des Piz Trovat im Skigebiet Diavolezza. Eine passende Kletterausrüstung ist an der Talstation erhältlich.
Wissensdurstige Gäste schließen sich einer etwa zweieinhalbstündigen Clean-Energy-Tour an und erfahren Interessantes über die verschiedenen Formen erneuerbarer Energie im Engadin. Im Sommer ergänzen Mountainbiken, Segeln, Stand-up-Paddling, Reiten, Golf und Trailrunning das umfangreiche Outdoor-Angebot.
Nach aktiven Stunden an der frischen Bergluft können die müden Muskeln bei einem wohltuenden Mineralbad im medizinischen Heilbad entspannen. Anschließend geht es auf der Terrasse der Roo-Bar im Hotel Hauser heiß her, während andere sich in Bobby’s Pub vergnügen und die entspannte Atmosphäre genießen. Das englische Pub ist bekannt für seine große Auswahl an Bieren.
Unterkünfte in St. Moritz – Vielfalt für jedes Budget
St. Moritz bietet eine breite Palette an Unterkünften. Neben traditionsreichen Grandhotels finden sich stilvolle Boutiquehotels, gemütliche Pensionen und zahlreiche Ferienwohnungen. Wer es besonders ruhig mag, quartiert sich in einem der umliegenden Engadiner Dörfer ein und nutzt die guten Verbindungen nach St. Moritz.
Viele Häuser verfügen über Wellnessbereiche, Saunen und Pools – ideal, um nach einem langen Tag auf der Piste oder auf den Wanderwegen zu entspannen. Familien schätzen Apartments und Chalets mit Selbstverpflegung, während Paare häufig kleine, persönlich geführte Hotels bevorzugen. So findet jeder genau die Unterkunft, die zum eigenen Reisestil passt.
Fazit: Engadiner Schmuckstück mit Weltruhm
Engadiner Schmuckstück und glamouröse Wintersportoase: Mit einem herzlichen „Allegra“ werden die Gäste im Engadin begrüßt. St. Moritz bereichert auf seine ganz eigene Art und Weise die in Licht getauchte Oberengadiner Landschaft – ein sonniges Hochtal, in dem die Sonne an vielen Tagen im Jahr scheint. Der Mix aus Natur, Sport, Kultur, Kulinarik und einem Hauch Jetset macht St. Moritz zu einem Reiseziel, das man erlebt haben muss – im Winter wie im Sommer.
FAQ – Häufige Fragen zu St. Moritz
Wann ist die beste Reisezeit für St. Moritz?
Für Wintersport eignet sich die Zeit von Ende November bis in den April, wenn die Pisten und Loipen bestens präpariert sind. Wer lieber wandert, bike fährt oder die Seenlandschaft genießt, plant seinen Urlaub zwischen Juni und September – dann sind die meisten Sommerangebote geöffnet und das Klima ist angenehm mild.
Eignet sich St. Moritz auch für Familien?
Ja, St. Moritz ist nicht nur ein Ziel für Jetset und Profisportler. Es gibt anfängerfreundliche Pisten, Skischulen, kinderfreundliche Bereiche, leichte Winterwanderwege und zahlreiche Angebote abseits der Pisten. Familien finden zudem viele Unterkünfte mit großzügigen Zimmern oder Apartments.
Welche Skigebiete gehören zu St. Moritz?
Rund um St. Moritz liegen mehrere Skigebiete, die mit einem Skipass nutzbar sind. Besonders bekannt sind Corviglia (Hausberg von St. Moritz), Corvatsch mit Gletscherabfahrten und die Diavolezza mit ihrer eindrucksvollen Hochgebirgslandschaft. Dazu kommen weitere Gebiete im Oberengadin wie Zuoz, Pontresina oder Sils-Maria.
Wie reist man am besten nach St. Moritz an?
Die Anreise ist mit dem Auto über Julier-, Maloja- oder Berninapass möglich. Besonders beliebt ist die Anreise mit der Rhätischen Bahn – die Strecke Chur–St. Moritz gilt als eine der schönsten Panoramalinien der Alpen. Internationale Gäste reisen meist über Zürich an und fahren von dort mit Zug oder Mietwagen weiter ins Engadin.
Was kann man in St. Moritz außer Skifahren unternehmen?
Neben Skifahren und Snowboarden bietet St. Moritz Langlauf auf weitläufigen Loipen, Winter- und Schneeschuhwanderungen, Rodelmöglichkeiten, Eislaufen und Pferdesportveranstaltungen auf dem zugefrorenen See. Im Sommer locken Wandern, Klettern, Mountainbiken, Wassersport auf den Seen, Golf sowie entspannende Stunden in Mineralbädern, Restaurants und Cafés.
Ist St. Moritz nur etwas für Luxusurlaub?
St. Moritz ist zwar für exklusive Hotels und Boutiquen bekannt, bietet aber auch einfachere Unterkünfte, Ferienwohnungen und Angebote für Aktivurlauber mit normalem Budget. Wer abseits der Hauptsaison reist oder in den umliegenden Engadiner Dörfern übernachtet, kann den besonderen Charme der Region oft deutlich günstiger erleben.















