Sri Lanka, Elefanten
Elefanten in Sri Lanka, Bild: givaga / shutterstock

Sri Lanka – wo Elefanten in stillen Seen baden

Zwischen dem Dach der Palmen blitzelt die Sonne, vom nahen Meer ist ein sanftes Rauschen zu vernehmen und aus der Nähe auch der Schrei einer Meerkatze. Sri Lanka ist ein exotisches Paradies zum Träumen, und die Meerkatzen nennt man hier wegen ihrer „Frisur“ nebst Mittelscheitel „Hutaffen“. Sie bevölkern die Regenwälder des Landes und ernähren sich hauptsächlich von Früchten, von denen es in Sri Lanka sehr viele gibt. Sri Lanka ist ein Inselstaat südlich des indischen Subkontinents, und das Land wurde über einen langen Zeitraum von einem blutigen Bürgerkrieg zwischen Tamilen und Singhalesen überschattet. Seit knapp zehn Jahren ist die große Insel mit ihren zahlreichen Ethnien befriedet, und die Menschen hoffen, dass dieser Friede auch in Zukunft nicht brüchig wird. Denn Sri Lanka ist aus einem Alptraum erwacht und hat sich sehr bereitwillig dem Tourismus geöffnet, weil dies eine wichtige Einnahmequelle des Landes ist, das sich ansonsten durch eine Plantagenwirtschaft mit der Erzeugung von Gummi und Tee finanziert.

Sri Lanka, Sigiriya
Der Sigiriya (Lion Rock) in Sri Lanka, Bild: SylvainB / shutterstock

Sri Lanka ist gleichermaßen ein Tier- und Kulturparadies. Die Insel ist überschaubar und kaum größer als das deutsche Bundesland Bayern. Sie wird durchzogen von einem artenreichen Dschungel und grünen Hügeln, wo fleißige Hände auf den Teeplantagen benötigt werden. Die schönsten Fotoerlebnisse ergeben sich bei einer Rundreise immer dann, wenn Elefanten in einem der vielen stillen Seen der Insel eine Erfrischung suchen. Die Dickhäuter sind etwas dunkler als die Indischen Elefanten und nur wenige männliche Tiere tragen Stoßzähne, was sie vor Elfenbein-Wilderern weitgehend schützt.

Die Nationalparks erfreuen sich der besonderen Aufmerksamkeit des Department of Wildlife Conservation und sind der ganze Stolz des Landes. Im Udawalawe Reservat gehen Urlauber im Geländewagen – oder auch in Begleitung erfahrener Ranger zu Fuß – auf Safari. Nur die Leoparden haben die Epoche der kriegerischen Auseinandersetzungen auf Sri Lanka überlebt und vermehren sich prächtig. Ganz besonders im Yala-Nationalpark, wo es die größte Population der gefleckten Schönheiten geben soll und wo die Chance groß ist, sie vor die Kamera zu bekommen. Baumhoch wachsen an manchen Stellen der Nationalparks die Farne, und sie sind das Refugium von Krokodilen, Mungos, Affen und zahlreichen Vogelarten.

Ein Korallenriff in Sri Lanka, Bild: Dudarev Mikhail / shutterstock

Sri Lanka hat viele Gesichter und die Insel ist gleichermaßen wild und schön. Und deshalb spricht man von der „Perle des Indischen Ozeans“, was nicht etwa den Prospekten des internationalen Tourismus entnommen sondern ein sehr altes Prädikat ist. Bereits im Mittelalter erhielt Sri Lanka von den Seefahrern diesen Kosenamen, weil denen die weißen von Palmen gesäumten Strände besonders gut gefielen. Die Naturheilmethode Ayurveda wurde auf Sri Lanka geboren und wird in vielen Hotels und Resorts der Insel praktiziert.

Die malerischen Strände bei Kikkaduwa und Beruwala sind bei Urlaubern auch deshalb so beliebt, weil dort die Strände sehr flach ins Meer abfallen und weil Schnorchler und Taucher von den Korallenriffen angetan sind. „Trinco“ haben die Einwohner von Sri Lanka einen Küstenort im Nordosten getauft. Es ist die Kurzform für Trincomalee, was sich mit „Tempel“ übersetzen lässt und im Bewusstsein der Insulaner tief verwurzelt ist. Der Legende zufolge stand hier einst unter der Regentschaft der Tamilen ein riesiger Tempel – der größte in ganz Asien. Doch bisher hat niemand die Überreste des sogenannten „Tirukoneswaram“ gefunden, und niemand weiß, ob der Tempel von den portugiesischen Eroberern zerstört wurde oder ob er Opfer von Naturgewalten wurde.

Die Straßen auf Sri Lanka sind größtenteils sehr kurvenreich, doch hinter jeder Serpentine kann sich ein neues Wunder auftun. Die Insel, die noch vor geraumer Zeit als „Ceylon“ auf den Landkarten verzeichnet war, steckt voller Geheimnisse und Überraschungen und ist für erfahrene Globetrotter eine Region, die nach der bewältigten Vergangenheit eines Bürgerkrieges neu entdeckt werden will.

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Reiseinformationen Sri Lanka

Hauptstadt de facto: Colombo
de jure: Sri Jayawardenepura
Regierungssitz Sri Jayawardenepura
Staatsform Republik
Präsidialsystem
Währung Sri-Lanka-Rupie (LKR)
Fläche ca. 65.610 km²
Bevölkerung ca. 20.877.000 (2017)
Sprachen Sinhala, Tamil
Stromnetz 230 Volt, 50 Hz
Telefonvorwahl +94
Zeitzone UTC+5:30

Tropisches Klima