Südkorea, Haedong Yonggungsa
Haedong Yonggungsa - Tempel in Busan, Bild: CJ Nattanai / shutterstock

Südkorea – die Glitzerstadt Seoul und historische Gräber

Es ist schon eine besondere Lebenserfahrung, sich in einem südkoreanischen Kloster den Riten der gastgebenden Buddhisten zu unterwerfen und den Alltag der Mönche zu beobachten. Vierhundert Kilometer südöstlich der Metropole Seoul haben auch die Chance, so die Erleuchtung der Morgenröte zu erlangen. Und dies im Sinne des Wortes, denn im Tempel Golgulsa in Kyongju herrscht um 21 Uhr Bettruhe, doch die Nacht ist schon um drei Uhr vorbei, wenn sich die frommen Männer des Klosters zu den ersten Morgengebeten einfinden. Wenn dann aber über dem malerischen Chungjuho-See die ersten Strahlen der Sonne ihre Pracht entfalten, bereut wohl niemand der Gäste, so früh aufgestanden zu sein. Denn dies kann einer der optischen Höhepunkte einer Reise durch Südkorea sein. Einer Reise über eine abwechslungsreiche Halbinsel zwischen zwei Meeren.

Blick auf Seoul, Die Hauptstadt Südkoreas, Bild: ESB Professional / shutterstock

Korea ist ein zweigeteiltes Land mit politischen, sozialen und gesellschaftlichen Gegensätzen, wie sie größer kaum sein könnten. Der Norden wird von einem in die Jahre gekommenen Kommunismus regiert, während der Süden zu einer wirtschaftlichen Weltmacht aufstieg. Kaum jemand bucht eine Reise durch die letzte verbliebene Diktatur stalinistischer Prägung, während südlich des 38. Breitengrades und des Grenzflusses Yalu, der den Norden vom Süden trennt, Urlauber bei ihrer Rundreise im Bus oder im Mietwagen das historische „Land der Morgenstille“ erleben und damit gleichzeitig ein Erfolgsprodukt der sogenannten „Tigerstaaten“ in Asien.
In der quirligen Hauptstadt Seoul tauchen die Urlauber ein in die schillernde Welt einer asiatischen Metropole. Zehn Millionen Menschen leben hier, doch wenn sie die Schluchten unter den Wolkenkratzern verlassen, befinden sie sich sehr bald in einer Landschaft aus lieblichen Tälern, reißenden Flüssen, hohen Gebirgsketten und vielen tiefen Wäldern. Seoul ist ein Sammelbecken der Überraschungen mit einem vom Neonlicht erhellten Vergnügungsviertel, mit den historischen Gräbern vergangener Königs-Dynastien und den Palästen, die die UNESCO auf die Liste ihres Weltkulturerbes gesetzt hat.

Heilig ist den Koreanern ihr Chongmyo-Schrein in Seoul, wo die Menschen ihre Ahnen verehren und sich bewusst sind, dabei ihren Verstorbenen sehr nahe zu sein. Auch der Chongmyo-Schrein ist der Joseon-Dynastie gewidmet, die Korea über einen langen Zeitraum der Geschichte zwischen 1392 und 1910 regierte. Die Hauptstadt Seoul ist aber nicht nur ein Hightech-Eldorado sondern überzeugt auch mit ihren Gärten am Gyeongbokgung-Palast. Sie sind Oasen der Stille in einer oft sehr lauten Stadt.

Südkorea, Busan
Busan bei Nacht, Bild: ESB Professional / shutterstock

An manches sollten sich die Urlauber während ihrer Rundreise durch Südkorea gewöhnen. Allen voran gilt das für Kimchi, einem fermentierten Kohl, der in allen Restaurants und sogar in Modegeschäften neben der Registrierkasse vor sich hin köchelt. Diese für Korea typische Speise ist so etwas wie eine kulinarische Selbstverständlichkeit für die Menschen in diesem Lande. Man muss Kimchi mögen oder auch nicht. Doch wer die koreanische Variante des deutschen Sauerkrauts probiert hat, kann sich nur schwerlich vorstellen, dass sie Eingang in europäische Essgewohnheiten finden könnte.

Südkorea ist eingerahmt vom Gelben Meer im Westen und vom Japanischen Meer im Osten. Im Jahr 1946 vollzog sich im Lande der Wandel von einem Jahrhunderte währenden Königreich und einer Kolonie Japans zur Republik. Auf der Insel Jeju mit ihrem subtropischen Klima fasziniert unter anderem das größte Lava-Höhlensystem der Welt. Aber auch der Cheonjeyeon-Wasserfall, den die Koreaner „Teich des Himmelskönigs“ getauft haben. Jeju ist für die Menschen im Lande die typische „Hochzeitsinsel“, und wer dort seinen Urlaub verbringt, trifft auf zahlreiche junge Paare während der Flitterwochen.

Unweit von Gyeongju erleben Urlauber bei ihrer Rundreise ein Kleinod der Geschichte dieses Landes. Der buddhistische Tempel Bulguksa hat seine Wurzeln im 8. Jahrhundert und ist die schöpferische und kulturelle Krönung des Königreichs der Silla. Der Tempel mit seiner Grotte gilt als Naturschatz Koreas, während die Festung Hwasong mit ihrer sechs Kilometer langen Mauer das Highlight einer jeden Rundreise ist.

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Reiseinformationen Südkorea

Hauptstadt Seoul
Staatsform Republik
semipräsidentielles System
Währung Won (KRW)
Fläche ca. 100.210 km²
Bevölkerung ca. 51.700.000 (2018)
Sprachen Koreanisch
Stromnetz 110/220 Volt, 60 Hz
Telefonvorwahl +82
Zeitzone UTC+9

Gemäßigtes Klima mit einigen tropischen Gebieten sowie kälteren Höhengebieten.