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Timanfaya Nationalpark
Der Timanfaya Nationalpark auf Lanzarote, Bild: Reisemagazin Online

Der Timanfaya Nationalpark: So beeindruckend ist Lanzarote

Lanzarote gehört zu den im Westen Nordafrikas gelegenen Kanarischen Inseln. Den besonderen landschaftlichen und touristischen Reiz der Insel macht ihr vulkanischer Ursprung aus. Insbesondere die letzten großen Vulkanausbrüche von 1730 bis 1736 und 1824 prägen das heutige Bild Lanzarotes. Lavagestein und eine karge Flora sind charakteristisch für die Insel. Der heutige Nationalpark Timanfaya befindet sich im Zentrum der damaligen Ausbrüche. Ein Besuch des Parks stellt damit ein einmaliges Erlebnis dar.

Der Nationalpark Timanfaya

Hohe Erdtemperaturen Timanfaya
Hohe Erdtemperaturen versetzen Pflanzen in Flammen, Bild: Reisemagazin Online

Ein Besuch im Timanfaya-Nationalpark ist ein unvergessliches Erlebnis. Die Lava- und Gesteinslandschaften wirken wie aus einer anderen, in rot-schwarze Farbtöne gehüllten Welt. Die imposanten Vulkane strahlen Erhabenheit aus und vermitteln ein magisches Gefühl. Die Krater und Berge zeugen von der Urgewalt der Natur und rücken diese in den Fokus der Aufmerksamkeit.

Seit 1970 ist das gut 50 km² große Gebiet um die wichtigsten Vulkane der Insel als Nationalpark deklariert. Geprägt ist die Landschaft von den versteinerten Lavamassen, die bei den Vulkanausbrüchen im 18. und 19. Jahrhundert von den Vulkanen ausgespien wurden. An der Küste stehen diese im unmittelbaren Kontrast zur Schönheit des Atlantischen Ozeans.

Fauna und Flora sind im Timanfaya-Nationalpark wie auch auf der übrigen Insel nur schwach ausgeprägt. Zwar haben sich seit den Vulkanausbrüchen wieder erste Pionierpflanzen wie Flechten und Moose angesiedelt, doch abgesehen von einigen mit besonders wenig Wasser auskommenden Sukkulenten und dornigen Sträuchern (den sogenannten Aulaga Majorera) wächst auf dem rauen Untergrund nicht viel. Auch die tierische Vielfalt ist hier nicht ausgesprochen ausgeprägt. Echsen und Geckos, kleine Nager und natürlich Vögel können aber immer wieder beobachtet werden.

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Eine Besonderheit stellt das Gebiet rund um den Islote de Hilario dar. Hier liegen die Temperaturen wenige Meter unter der Erde bei beachtlichen 400° Celsius. Im Rahmen von Demonstrationen wird das bei Führungen anschaulich gemacht.

Anreise Timanfaya

Über die LZ-67, die die Ortschaften Tinajo und Yaiza verbindet, gelangen Sie in den Park. Die Straße führt mitten durch die Montañas del Fuego: die „Feuerberge“. Schon von der Straße aus bieten die großen Lavagesteinsbrocken der Region einen atemberaubenden Anblick. Alternativ gibt es die Möglichkeit, den Nationalpark mit dem Bus zu erreichen und dort auch eine Rundfahrt zu unternehmen. Weiterhin bestehen feste Wanderrouten, die entlang einiger besonders bemerkenswerter geologischer Besonderheiten führen.

Besondere Angebote

Grill, Timanfaya Nationalpark
Hähnchengrill des Restaurants El Diablo, Bild: Reisemagazin Online

Direkt an der LZ-67 befindet sich der sogenannte Kamel-Ruheplatz. Zu überschaubaren Preisen ist es hier möglich, eine Dromedartour zu buchen. Auf dem Rücken eines solchen Kamels erleben die Besucherinnen und Besucher den Park noch einmal aus einer ganz neuen Perspektive.

Ein besonderes Highlight des Nationalparks Timanfaya stellt das Vulkanrestaurant „El Diablo“ dar. „El Diablo“ wurde vom kanarischen Architekten César Manrique konzipiert und eröffnet. Das inmitten der Feuerberge gelegene Restaurant wurde oberhalb eines 400° C. heißen Lavabeckens errichtet. Die Köchinnen und Köche nutzen die von der Lava ausgehende Hitze für die Zubereitung ihrer Speisen, die an speziellen Grills und Kochstellen gegart werden. Wer einen Ausflug in den Nationalpark macht, sollte den Besuch im „El Diablo“ unbedingt von Anfang an einplanen. Denn nicht zuletzt bietet das Restaurant auch eine atemberaubende Aussicht.

Auch darüber hinaus wird die geologische Besonderheit des Gebiets bei Führungen präsentiert. Mithilfe von Ästen und Sträuchern demonstrieren die Guides, wie die hohen Erdtemperaturen organische Masse in Flammen versetzen. An speziellen Vorrichtungen haben die Fremdenführer zudem die Möglichkeit, Wasser über ein Rohrsystem ins Erdinnere fließen zu lassen. Dadurch entstehen beeindruckende Dampffontänen.

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Timanfaya Nationalpark
Timanfaya Nationalpark, Bild: Reisemagazin Online

Der Nationalpark Timanfaya sollte bei einem Besuch auf Lanzarote auf jeden Fall auf dem Programm stehen. Die geologischen Besonderheiten der Insel kulminieren hier in beeindruckender Weise. Die erhabene Landschaft sowohl direkt an der Küste als auch etwas weiter im Landesinneren zeugt nicht nur von der Kraft und Gewalt der Natur. Vor allem aus ästhetischer Perspektive ist sie mehr als eindrucksvoll. Das touristische Angebot der Parkverwaltung ist vielfältig. So haben auch Reisende, die das Gebiet nicht auf eigene Faust erkunden möchten, die Möglichkeit, viel über die geologische Geschichte Lanzarotes zu lernen.