Freiburg im Breisgau verbindet historische Altstadt, studentisches Leben und die Nähe zum Schwarzwald auf eine Weise, die nur wenige deutsche Städte bieten. Bekannt ist Freiburg vor allem für das Münster, die kleinen „Bächle“ in der Altstadt und sein vergleichsweise mildes Klima. Gleichzeitig liegen mit dem Schlossberg und dem Schauinsland attraktive Ausflugsziele praktisch vor der Haustür.
Die Stadt im Südwesten Baden-Württembergs eignet sich deshalb sowohl für einen Wochenendtrip als auch als Ausgangspunkt für einen längeren Urlaub im Schwarzwald. Viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Freiburgs lassen sich bequem zu Fuß erkunden.
Freiburgs Altstadt und die berühmten Bächle

Ein Rundgang durch Freiburg beginnt am besten in der historischen Altstadt. Kopfsteinpflaster, kleine Gassen, historische Gebäude und zahlreiche Cafés prägen das Zentrum. Besonders charakteristisch sind die Freiburger Bächle, die sich auf einer Länge von vielen Kilometern durch die Straßen und Gassen ziehen.
Die schmalen Wasserläufe wurden bereits im Mittelalter angelegt und dienten unter anderem der Brauchwasserversorgung und dem Brandschutz. Heute gehören sie zu den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Vor allem an warmen Sommertagen sorgen sie für eine besondere Atmosphäre in der Altstadt.
Mit den Bächle ist auch eine bekannte Freiburger Legende verbunden: Wer versehentlich hineintritt, soll später einen Freiburger oder eine Freiburgerin heiraten. Ob man das Risiko eingehen möchte, muss jeder Besucher selbst entscheiden.
Freiburger Münster und Münstermarkt

Das bedeutendste Bauwerk Freiburgs ist das Freiburger Münster. Die gotische Kirche prägt mit ihrem 116 Meter hohen Westturm die Silhouette der Altstadt. Der Bau begann um 1200 und erstreckte sich über mehrere Jahrhunderte.
Auch das Innere des Münsters lohnt einen Besuch. Zu den Besonderheiten gehören historische Glasfenster, Kunstwerke und die Glocken des Münsters. Die berühmte Hosanna-Glocke stammt aus dem 13. Jahrhundert und zählt zu den ältesten noch erhaltenen Glocken dieser Größe.
Rund um das Münster liegt der Münsterplatz. Hier findet an den meisten Werktagen vormittags der Freiburger Münstermarkt statt. An zahlreichen Ständen werden Obst, Gemüse, Blumen, Käse, Backwaren und regionale Spezialitäten angeboten. Zu den Klassikern gehört die Freiburger „Lange Rote“, eine Bratwurst, die für viele Besucher zu einem Rundgang über den Markt dazugehört.
Historisches Kaufhaus, Schwabentor und Martinstor
Direkt am Münsterplatz fällt das Historische Kaufhaus mit seiner kräftig roten Fassade auf. Das Gebäude entstand im 16. Jahrhundert und zählt zu den schönsten historischen Bauwerken der Stadt. Besonders markant sind die Arkaden und die reich verzierte Fassade.
Von der mittelalterlichen Stadtbefestigung sind heute vor allem zwei Stadttore erhalten: das Schwabentor und das Martinstor. Beide gehören zu den beliebtesten Fotomotiven Freiburgs und lassen sich bei einem Spaziergang durch die Altstadt problemlos miteinander verbinden.
Zwischen den Sehenswürdigkeiten lohnt es sich, einfach durch die kleineren Gassen zu schlendern. Besonders rund um die Konviktstraße finden sich restaurierte historische Häuser, kleine Geschäfte und Restaurants.
Augustinermuseum und weitere Museen
Zu den wichtigsten Museen Freiburgs gehört das Augustinermuseum. Es befindet sich in einem ehemaligen Augustinereremitenkloster und besitzt eine bedeutende Sammlung von Kunstwerken vom Mittelalter bis in die Neuzeit.
Weitere interessante Einrichtungen sind das Museum Natur und Mensch sowie das Museum für Neue Kunst. Damit bietet Freiburg auch bei weniger gutem Wetter genügend Möglichkeiten für ein abwechslungsreiches Besichtigungsprogramm.
Schlossberg – Freiburg von oben

Direkt am Rand der Altstadt erhebt sich der Schlossberg. Wer nach dem Stadtbummel etwas Natur sucht, erreicht ihn in kurzer Zeit zu Fuß oder mit der Schlossbergbahn.
Mehrere Wege führen zu Aussichtspunkten oberhalb der Stadt. Besonders weit reicht der Blick vom Schlossbergturm. Bei guten Bedingungen sind neben Freiburg auch die Rheinebene und Teile des Schwarzwalds zu sehen.
Der Schlossberg eignet sich hervorragend, um eine Besichtigung der Altstadt mit einem Spaziergang im Grünen zu verbinden. Besonders am späten Nachmittag und zum Sonnenuntergang ist die Aussicht über Freiburg reizvoll.
Schauinsland – Freiburgs Hausberg
Noch höher hinaus geht es auf dem Schauinsland. Der 1.284 Meter hohe Berg gehört zu den bekanntesten Ausflugszielen im südlichen Schwarzwald und ist von Freiburg aus gut erreichbar.
Eine besondere Attraktion ist die Schauinslandbahn. Die Seilbahn überwindet auf ihrer rund 3,6 Kilometer langen Strecke einen beträchtlichen Höhenunterschied und bringt Besucher hinauf in die Bergwelt des Schwarzwalds.
Oben angekommen führen zahlreiche Wanderwege durch die Landschaft. Je nach Jahreszeit bieten sich Wandern, Mountainbiken und weitere Outdoor-Aktivitäten an. Im Winter sind bei geeigneter Schneelage auch Wintersportmöglichkeiten vorhanden.
Dreisam – Erholung mitten in Freiburg
Wer nicht bis in den Schwarzwald fahren möchte, findet auch direkt in Freiburg Möglichkeiten für eine Pause im Grünen. Die Dreisam fließt durch das Stadtgebiet und ist besonders im Sommer ein beliebter Treffpunkt.
Entlang des Flusses verlaufen Wege zum Spazierengehen und Radfahren. Auf den Wiesen am Ufer sitzen bei gutem Wetter Studenten, Familien und Spaziergänger. Damit zeigt sich auch hier die enge Verbindung zwischen Stadt und Natur, die Freiburg auszeichnet.
Ausflüge rund um Freiburg
Durch die Lage am Rand des Schwarzwalds eignet sich Freiburg hervorragend als Ausgangspunkt für Tagesausflüge. Neben dem Schauinsland lassen sich zahlreiche Wandergebiete, Seen und kleinere Schwarzwaldorte erreichen.
Familien können beispielsweise einen Ausflug nach Waldkirch unternehmen. Die Stadt liegt nördlich von Freiburg am Eingang zum Elztal und bietet verschiedene Freizeitmöglichkeiten inmitten der Schwarzwaldlandschaft.
Auch der Kaiserstuhl westlich von Freiburg ist ein lohnendes Ziel. Die von Weinbergen geprägte Region gehört zu den wärmsten Gegenden Deutschlands und bietet zahlreiche Wanderwege sowie kleine Weinorte.
Wer mehr Zeit mitbringt, kann einen Aufenthalt in Freiburg außerdem mit Ausflügen zum Titisee, in den Hochschwarzwald oder in Richtung Feldberg verbinden.
Essen und Genießen in Freiburg
Die Freiburger Gastronomie verbindet badische Küche mit internationalen Einflüssen. In traditionellen Gasthäusern stehen beispielsweise badische Spezialitäten und Gerichte mit regionalen Zutaten auf der Karte. Dazu kommen zahlreiche Cafés, moderne Restaurants und eine lebendige studentische Gastronomieszene.
Bei gutem Wetter spielt sich ein großer Teil des Stadtlebens draußen ab. Rund um die Altstadt gibt es zahlreiche Straßencafés, Biergärten und Restaurantterrassen. Auch ein Besuch des Münstermarktes bietet eine gute Gelegenheit, regionale Produkte zu probieren.
Wie viele Tage sollte man für Freiburg einplanen?
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Freiburger Altstadt lassen sich an einem Tag kennenlernen. Für einen entspannten Aufenthalt sind jedoch zwei bis drei Tage empfehlenswert. Dann bleibt genügend Zeit für das Münster, die Museen, den Schlossberg und einen ausführlichen Stadtbummel.
Wer zusätzlich den Schauinsland und weitere Ziele im Schwarzwald besuchen möchte, kann Freiburg problemlos als Ausgangspunkt für einen längeren Aufenthalt nutzen.
Beste Reisezeit für Freiburg
Freiburg lässt sich grundsätzlich das ganze Jahr über besuchen. Besonders angenehm sind Frühjahr, Sommer und früher Herbst, wenn sich Stadtbesichtigungen gut mit Wanderungen und Ausflügen in die Umgebung verbinden lassen.
Im Sommer sorgen die Straßencafés, Biergärten und die Freiburger Bächle für eine besonders lebendige Atmosphäre. Im Herbst locken der Schwarzwald und der nahe Kaiserstuhl mit Wanderwegen und Weinlandschaften. Auch die Adventszeit hat mit dem Freiburger Weihnachtsmarkt ihren eigenen Reiz.
Freiburg zwischen Altstadt und Schwarzwald
Freiburg im Breisgau eignet sich besonders für Reisende, die eine Städtereise mit Natur verbinden möchten. Münster, Bächle, historische Stadttore und kleine Gassen sorgen für eine sehenswerte Altstadt, während Schlossberg und Schauinsland unmittelbar vor der Tür liegen.
Durch die kompakte Innenstadt lassen sich viele Sehenswürdigkeiten zu Fuß erkunden. Gleichzeitig bietet Freiburg mit seiner Lage am Schwarzwald zahlreiche Möglichkeiten für Wanderungen und Tagesausflüge. Damit lohnt sich die Stadt sowohl für ein Wochenende als auch als Ausgangspunkt für einen längeren Urlaub im Südwesten Deutschlands.
Häufig gestellte Fragen zu Freiburg
Was muss man in Freiburg gesehen haben?
Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören das Freiburger Münster, die Bächle, der Münsterplatz mit dem Historischen Kaufhaus, das Schwabentor, das Martinstor und der Schlossberg.
Wie viele Tage braucht man für Freiburg?
Für die Altstadt reicht grundsätzlich ein Tag. Zwei bis drei Tage sind ideal, wenn auch Museen, Schlossberg und Schauinsland auf dem Programm stehen.
Was sind die Freiburger Bächle?
Die Bächle sind kleine Wasserläufe, die durch zahlreiche Straßen und Gassen der Altstadt führen. Ihre Ursprünge reichen bis ins Mittelalter zurück und heute zählen sie zu den Wahrzeichen Freiburgs.
Was kann man rund um Freiburg unternehmen?
Beliebte Ausflugsziele sind der Schauinsland, der Kaiserstuhl und der Schwarzwald. Auch der Titisee und der Feldberg lassen sich im Rahmen eines Tagesausflugs erreichen.
Kann man Freiburg gut zu Fuß erkunden?
Ja. Die historische Innenstadt ist kompakt und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen relativ nah beieinander. Auch der Schlossberg ist direkt von der Altstadt aus erreichbar.


