Alaska – Der wilde Norden

Alaska
Alaska bietet traumhafte Naturerlebnisse, Bild: Robert Frashure / shutterstock

In Alaska ist die Wildnis majestätisch und teilweise noch unberührt. Bei zwei Dritteln Fläche, die unter Naturschutz stehen, ist das auch kein Wunder. Gebirge, Canyons, Seen, dichte Wälder und Gletscher reihen sich in imposanter Weise aneinander. Auch Nordamerikas höchster Berg befindet sich innerhalb der Grenzen Alaskas. Die Fauna floriert ebenfalls auf beeindruckende Weise und lädt zu Wildtierbeobachtungen ein.

Trotz der gewaltigen Größe des Landes leben lediglich rund 730.000 Menschen in Alaska und davon etwa die Hälfte in Anchorage. Die Hauptstadt Juneau hingegen hat nur rund 30.000 Einwohner.

Alaska wird als größter Bundesstaat Nordamerikas, der die fünffache Größe Deutschlands hat, in fünf landschaftlich, sowie klimatisch unterschiedliche Regionen eingeteilt, wobei der Süden und der Alaska Panhandle aufgrund der Meeresnähe etwas milder sind.
Durchschnittlich rechnet man aber mit 270 Regentagen im Jahr.

Im Sommer liegen die Temperaturen zwischen 16° C bis 32° C, wobei die Temperatur in der Nacht schon einmal auf 4° C sinken kann. Schon im August ist der Herbst in diesen Breitengraden deutlich spürbar und die Tage werden merklich kürzer. Der Winter ist entsprechend kalt mit einem durchschnittlichen Tiefstwert von -13° C im Januar.

Die Natur Alaskas

Glacier Bay Nationalpark, alaska
Glacier Bay Nationalpark, Bild: Maridav / shutterstock

Besonders beeindruckend in Alaska sind sicherlich Fauna und Flora. Beide noch großteils unberührt und so richtig wild. Für Naturliebhaber ist das Land das optimale Reiseziel.
Mit 17 Nationalparks hat Alaska mehr als jeder andere US-Bundesstaat. Viele davon entstanden von 1978 bis 1980.

Vor allem denkt man bei Alaska natürlich an Bären, Elche, Adler, Otter, Schneeziegen, Orcas und eine Vielzahl von Fischen, allen voran Lachs. Eine Wildnis, die ausgewogen ist, sich gegenseitig reguliert und auch komplimentiert.

Auch Seelöwen lassen sich auf den Felsen vor der Küste nieder und bieten einen beeindruckenden Anblick. Sie interessieren sich ebenfalls sehr für die alljährliche Lachswanderung. Mehr als 5000 Lachsflüsse führen vom Meer ins Innere des Landes, wo sie schon von Bären, aber auch von Anglern erwartet werden.

Im Sommer migrieren außerdem rund 140 Millionen Seevögel nach Alaska, um dort an dem sommerlichen Festmahl teilzunehmen, welches allerdings in erster Linie nicht aus Fischen, sondern aus Muscheln und Napfschnecken besteht.

Auch für Freunde des Eises ist natürlich gesorgt: Die 100.000 Gletscher des Landes machen nur 3 % der Bodenfläche aus, sind aber wahrlich imposant. In vielen von ihnen befinden sich atemberaubende Eishöhlen.

Alaskas Kulturen

Alaska
Bild: Alexey Suloev / shuttrstock

Die Geschichte Alaskas reicht weit zurück. Etwa vor 10.000 bis 16.000 Jahren wurde das Land als erster Teil Amerikas von Nomaden Asiens, welche über die Beringbrücke kamen, besiedelt. Erst im 17. Jahrhundert kamen die ersten Europäer aus Russland und 1867 wurde Alaska von der US-Regierung angekauft.

Zur Amtssprache zählen in Alaska heute nicht nur Englisch, sondern außerdem noch 20 indigene amerikanische Sprachen. Laut der Volkszählung des Jahres 2010 haben etwa 15 % der Einwohner indigene Vorfahren. Viele der indigenen Menschen pflegen auch heute noch eine traditionelle Lebensweise und manche der Siedlungen sind auch für Besucher geöffnet.

Den First Nations ist es wichtig, ihre Kultur zu bewahren und darüber zu informieren.
Im Alaska Native Heritage Center in Anchorage kann man außerdem Informationen über alle indigenen Kulturen einholen. Unterschieden wird gewöhnlich zwischen 5 indigenen Hauptgruppen, die nach der Geografie des Landes aufgeteilt sind.

Natürlich haben auch die Russen ihre Spuren in der Kultur des Landes hinterlassen. Heute wird zwar kaum noch Russisch gesprochen und es gibt so gut wie keine russischen Institutionen mehr in Alaska, doch die Kirche ist das Erbe Russlands. So sind heute noch ungefähr 50.000 Menschen Teil der russisch-orthodoxen Kirche. Der russische Einfluss macht sich auch in der Architektur der Kirchen mit den Zwiebeltürmen bemerkbar. Die Gottesdienste werden oft nicht nur auf einer Sprache abgehalten, sondern auch verschiedene indigene Sprachen kommen zum Einsatz und sogar christliche Lieder singt man zum Beispiel auf Yupik oder Tlingit.

Eine Reise nach Alaska

Das Land kann ein wahrer Augenöffner sein. Wann aber die beste Reisezeit ist, hängt stark von den Präferenzen des Reisenden ab. Im Sommer von Juni bis Ende August lässt sich die Natur zweifelsohne am besten genießen. Wer also an Bear-Watching, Kajaktouren oder dem Fischfang interessiert ist, fährt am besten in den warmen Monaten. Anfang September färben sich schließlich die Bäume in den kräftigsten Rot- und Gelbtönen und es beginnt der sogenannte Indian Summer. Zu dieser Zeit ist es außergewöhnlich warm und trocken, doch die Nächte sind bereits Vorboten des Winters.

Von Mitte Februar bis etwa Mitte April ist Alaska ein Paradies für Ski- und Hundeschlittenfahrten und natürlich darf man auch die gewaltige Schönheit der Polarlichter an diesen sonnenarmen Tagen nicht vergessen. Auch Festivals können ein besonderes Highlight sein. Im Oktober wird in Sitka drei Tage lang das Alaska Day Festival abgehalten, welches an die Übergabe des Landes an die USA erinnert und am Seward-Tag, der immer am letzten Montag im März begangen wird, feiert man den Kauf Alaskas durch die USA und lässt die Geschichte in mehreren Festivals im ganzen Land noch einmal auferstehen.
Zwischen Mai und August liegen noch einmal zahlreiche weitere Festivals, von denen die Alaska State Fair zweifelsohne das größte ist, aber auch im Winter gibt es Zusammentreffen, wie zum Beispiel das Fur Rendezvous Festival, das all den Freuden des Winters gewidmet ist.

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