Strandurlaub und Kultur zwischen San Vincenzo und Piombino

Costa degli Etruschi in Italien
Luftaufnahme der etruskischen Küste zwischen Marina di Cecina, Vada, den Weißen Stränden, Solvay und Castiglioncello, Bild: robertonencini / shutterstock

Es gibt Küstenabschnitte in Italien, die man kennt, weil jeder von ihnen spricht. Die Amalfiküste, die Cinque Terre, Sardiniens Costa Smeralda. Und dann gibt es Küstenabschnitte, die man kennenlernt und sich fragt, warum sie nicht auf jeder Reiseliste stehen.

Die Costa degli Etruschi, der Abschnitt der toskanischen Küste zwischen Livorno im Norden und Piombino im Süden, gehört zu Letzteren. Hier findet sich eine Landschaft, die alles gleichzeitig ist: kulturhistorisch bedeutsam, landschaftlich atemberaubend, kulinarisch hervorragend und noch immer frei von der Massentouristik, die anderen Küsten Italiens längst den ursprünglichen Charakter genommen hat. Wer zwischen San Vincenzo und Piombino Urlaub macht, bereist eine der klügsten Entscheidungen, die man für einen Sommeraufenthalt in Norditalien treffen kann.

Die Costa degli Etruschi: Mehr als Strand und Meer

Der Name ist Programm. Die Etrusker, das geheimnisvolle Volk, das der römischen Zivilisation vorausging und Italiens Geschichte entscheidend mitgeprägt hat, haben diese Küste über Jahrhunderte bewohnt, bebaut und mit einer Dichte an archäologischen Hinterlassenschaften versehen, die bis heute Forscher und Reisende gleichermaßen fasziniert. Das beeindruckendste Zeugnis dieser Epoche ist der Archäologische Park von Baratti und Populonia, der sich auf einer Halbinsel unmittelbar nördlich von Piombino erstreckt. Hier liegen etruskische Nekropolen, antike Verhüttungsanlagen, ein ehemaliger Tempelbereich und ein Hafen, der einst zu den wichtigsten Eisenumschlagsplätzen des Mittelmeers zählte. Wer an einem Morgen durch diese Anlage spaziert, den Blick auf den Golf von Baratti gerichtet, versteht, warum die Toskana nicht nur wegen ihrer Renaissancestädte zur bedeutendsten Kulturregion Italiens gehört. Es ist auch das, was unter der Erde liegt.

Das Hinterland zwischen San Vincenzo und Piombino ergänzt das archäologische Bild um eine mittelalterliche Schicht, die ebenso überzeugend ist. Suvereto, ein kleines Borgodorf im Inneren der Maremma-Hügel, ist eine der schönsten kompakt erhaltenen mittelalterlichen Ortschaften der gesamten Toskana. Enge Gassen, ein romanisches Rathaus aus dem dreizehnten Jahrhundert, eine Kirche mit frühchristlichen Elementen und ringsum Weinberge, die zu den jungen, aber bereits angesehenen Weinregionen Italiens zählen. Ein Nachmittag in Suvereto mit Besuch eines lokalen Weinguts und einer Verkostung des Suvereto DOC, eines kraftvollen Rotwein-Blends aus Cabernet Sauvignon und Merlot auf etruskischem Boden, ist eine dieser Reiseerfahrungen, die man nicht plant und nicht vergisst.

Strände, die den Vergleich nicht scheuen

Wer die Costa degli Etruschi nur wegen ihrer Geschichte bereist, lässt die Hälfte zurück. Die Küstenlinie zwischen San Vincenzo und Piombino bietet eine Abwechslung an Strandtypen, die kaum eine andere Region Italiens in dieser Dichte liefert. Lange Sandstrände mit feinem, hellem Sand wechseln sich mit felsigen Buchten ab, die bei klarem Wasser eine Sichtweite von mehreren Metern bieten und Schnorchler mit einem Unterwasserleben belohnen, das an dieser Stelle des Tyrrhenischen Meers noch intakt ist. Der Strand von San Vincenzo selbst ist breit, flach und familienfreundlich, mit einem gut ausgebauten Uferweg und einem Ortszentrum in Gehdistanz. Wer ruhigere Buchten sucht, findet sie in Richtung Piombino, wo die Küste wilder wird und die Badestrände spärlicher besetzt sind. Und wer das Meer von oben betrachten möchte, fährt auf die Halbinsel Piombino, von wo aus sich bei klarem Wetter die Konturen der Insel Elba am Horizont abzeichnen, ein Anblick, der die nächste Reiseentscheidung fast zwangsläufig nach sich zieht.

Die Insel Elba: Ein Tagesziel, das zum eigenen Reiseziel wird

Sansone Beach auf Elba
Strand Sansone auf Elba, Bild: DanieleFiaschiCreator / shutterstock

Von Piombino aus verkehren regelmäßig Fähren nach Portoferraio, der Hauptstadt der Insel Elba. Die Überfahrt dauert weniger als eine Stunde und endet in einer Welt, die trotz ihrer Nähe zum Festland eine vollständig eigene Identität hat. Elba ist die drittgrößte Insel Italiens, bekannt für ihre kristallklaren Buchten, ihre zerklüftete Küste mit versteckten Stränden und ihr napoleonisches Erbe: Der verbannte Kaiser lebte von 1814 bis 1815 auf der Insel, und seine beiden Residenzen, die Villa dei Mulini in Portoferraio und die Villa San Martino im Inselinneren, sind heute Museen, die einen überraschend intimen Einblick in jenes Jahr des Exils geben. Doch Elba ist kein Freilichtmuseum. Es ist eine lebendige Insel mit hervorragenden Restaurants, lokalen Weinen, Wanderwegen entlang der Küste und Badebuchten, für die andernorts Millionen Menschen in Hochsaison anstehen. Ein Tagesausflug reicht, um den Charakter der Insel zu verstehen. Wer einmal dort war, plant beim nächsten Besuch einen längeren Aufenthalt.

Wo man an der Etruskerküste übernachtet: Park Albatros als erste Wahl

Wer die Costa degli Etruschi als Basis für all diese Erlebnisse nutzen möchte, braucht eine Unterkunft, die sowohl Komfort als auch Lage verbindet. Das Angebot reicht von kleinen Agriturismo im Hinterland über Apartments in San Vincenzo bis hin zu organisierten Ferienanlagen direkt an der Küste. Für Familien, Paare und alle, die ein vollständiges Urlaubserlebnis suchen, ist das Segment des Campings am Meer der Toskana besonders überzeugend: Man wohnt inmitten der Natur, hat das Meer in unmittelbarer Nähe und verfügt gleichzeitig über alle Dienstleistungen, die einen Urlaub reibungslos machen.

Die erste Adresse für Camping am Meer der Toskana ist das hu Park Albatros village in San Vincenzo. Die Anlage liegt eingebettet in einen jahrhundertealten Pinienwald an der Costa degli Etruschi, nur 800 Meter vom Strand entfernt, und bietet eine Unterkunftsvielfalt, die jeden Reisestil abdeckt. Vom komfortablen Mobilheim mit eigener Terrasse über Glamping-Zelte mit privatem Bad bis hin zu Hotelzimmern im dorfeigenen Stil reicht das Spektrum der hu stay, hu glamp und hu room Kategorien. Der Wasserpark mit Pools und Lagunen, das Animationsprogramm für alle Altersgruppen, ein Restaurant, Bars, eine Pizzeria und ein Supermarkt auf dem Gelände sowie ein umfassendes Ausflugsprogramm zu den etruskischen Stätten, nach Suvereto und zur Insel Elba machen das Feriendorf zum idealen Ausgangspunkt für eine Woche an der toskanischen Küste. Über 7.480 Google-Bewertungen und eine Ausstattungsnote von 9,0 sprechen dabei für sich.

Warum diese Küste bleibt

Die Costa degli Etruschi ist kein Reiseziel, das mit der lautesten Stimme um Aufmerksamkeit wirbt. Sie setzt darauf, dass man sie entdeckt, anstatt ihr nachzulaufen. Wer einmal zwischen San Vincenzo und Piombino Urlaub gemacht hat, kennt dieses ruhige Selbstbewusstsein. Hier ist Toskana nicht Kitsch, sondern Substanz: Geschichte, Landschaft, Küche und Meer in einer Dichte, die man nicht inszenieren kann, weil sie seit Jahrtausenden einfach da ist.