Mittwoch, Oktober 28, 2020
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Gutes aus Franken – ein weiter Gottesgarten

Ins Land der Franken fahren, gleicht einer Reise in einen „weiten Gottesgarten“ – so wusste es schon der Dichter Victor von Scheffel. Herrliche Landschaften und malerische Städtchen verzaubern den Besucher. Auch der Tisch ist reichlich gedeckt: In den Flussniederungen gedeiht der Spargel, im Maintal reift der edle Frankenwein und Tausende von Karpfenteichen sorgen für köstliche Fischgerichte. Seit jeher zieht das Land der Franken Romantiker an.

Gaumenlust auf fränkische Tafelfreuden

Franken ist dort, wo die Nostalgie an Fachwerkhäusern und Kirchengewölben gestillt und der Gaumenlust auf altfränkische Tafelfreuden in Dorfwirtschaften, Ratsstuben, Stadtgasthäusern und Schlossschenken Genüge getan wird. Wie Gott in Franken – zwischen Bocksbeutel, Brauer und Bratwurstbergen

Weinanbau in Franken
Der Weinanbau spielt eine wichtige Rolle in Franken, Bild: Gerhard Roethlinger / shutterstock

Gewusst? Nicht wenige Herrscher verbrachten einst Mußestunden in Sommerresidenzen an den fränkischen Weinufern mit ihren grünen Tälern und sonnigen Weinhängen. Auch der Gast von Heute wird dem südländischen Flair der Städte und ihren fröhlichen Menschen erliegen. Auf der Unteren Brücke in Bamberg steht eine Statue Kunigundes. Die Gemahlin Kaiser Heinrichs II. ist so dargestellt, wie sie sich ein Künstler in Franken dazumal nur vorstellen konnte: breithüftig wie ein Bocksbeutel, körperreich wie der Frankenwein und rundlich wie viele Frauen hierzulande. Dieses fränkische Frauenideal hat eine gewichtige Ursache im Essen und Trinken – Schweinsbraten mit Kartoffelklößen, Bier und Wein, gefolgt von einer reichhaltigen „Veschperla“ wie der Franke sie liebt, sind nicht unschuldig daran.

Stöbern wir in den Anekdoten des Fränkischen Wurstbergs: Die fränkischen Bratwurst-Formationen sind vielfältig: Es gibt dicke, dünne, lange, kurze, gebratene, geräucherte und die berühmten in Zwiebel- und Lorbeersud gegarten sauren Zipfel. Seiner Zeit taufte Adolf Freiherr von Knigge die Nürnberger Rostbratwürste zu „Däumlinge für Essriesen“. Die würzig nach Majoran schmeckenden „Nürnberger Rostbratwürschte“ sind winzig, und man sollte sie am besten in der Mehrzahl verzehren. Stilecht werden sie auf einem Zinnteller serviert mit Sauerkraut oder Kartoffelsalat und frischem Meerrettich (Kren).

Anschließend versüßt mancher seinen Gaumen mit einem fränkischen „Schneeball“ – ein kunstvoll verschlungenes Brandteiggebäck, dass in Fett schwimmend ausgebacken wird.
Tipp: In den fränkischen Bäckereien gibt es den „Schneeball“ in allen erdenklichen Variationen zu kaufen.

 


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    Bierfranken – Weinfranken: Ferien im Bocksbeuteland

    Schneeball, Franken
    Der Schneeball, Bild: Dmitry Naumov / shutterstock

    Zwar gilt Bayern als das Bierland durch und durch. Doch in der Weinbauregion Franken hat es sich seine kleine Weinoase geschaffen. Die zumeist trockenen Weine aus diesem Anbaugebiet gelten als besonders bekömmlich und sogar gesundheitsfördernd. Grund genug, um statt Bier auch mal Wein zu trinken.

    Gut zu wissen: Insgesamt erstreckt sich die Weinregion Franken von Aschaffenburg im Westen über das Hauptanbauzentrum Würzburg weiter nach Kitzingen, Volkach bis nach Schweinfurt.

    Mindestens so bekannt wie der fränkische Wein ist die typische Verpackung, der so genannte Bocksbeutel. Die Bocksbeutelflasche wurde 1659 zum ersten Mal erwähnt. Der meist trockene, kernige Frankenwein genießt unter Weinkennern den Ruf, ein besonders edler Tropfen zu sein. Indes lockt Bamberg mit seinem dunklen Rauchbier. Das Rauchbier erhält seinen würzigen Geschmack dadurch, dass die Gerste über offenem Holzfeuer zu Malz geröstet wird.

    Auch das oberfränkische Kulmbach ist eine Bierhochburg und begeistert mit dem tiefdunklen Eisbock, ein Bier, dass aufgrund eines besonderen Verfahrens nur kurz vor Aschermittwoch zum Ausschank kommt.

    Fränkische Weinlokale – stimmungsvolle Stätten für Genießer

    In der fränkischen Weinstube Ehrbar von Frickenhausen stehen regionale Weine im Mittelpunkt – auch die Kreationen der Küche sind fränkisch geprägt. Das hübsche Fachwerkhaus beherbergt zwei unterschiedlich gestaltete Gasträume und ist mehr als eine schlichte Weinstube. Die Gäste favorisieren Frickenhäuser Mostsuppe als auch Speckpfannkuchen und Schweinelende.

    Speisen wie die Fürsten? Dann lohnt ein Besuch in Aschaffenburg. In der ehemaligen Residenz der Kurfürsten von Mainz sind neben einem Museum und einer Galerie stilvoll eingerichtete Weinstuben untergebracht. Hier und auf der wunderschönen Schlossterrasse werden neben den Menüs zum Wein aus dem staatlichen Hofkeller Würzburg, auch fränkische Brotzeitgerichte angeboten.

    Im märchenhaften Städtchen Rotenburg ob der Tauber pflegt das Weingut „Glocke“ unverfälschte fränkische Küche. Wobei der der eigene Weinkeller und die Hausschlachtung hohe Qualität garantieren. Die denkmalgeschützte Glocke stammt aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts und ist sei 1898 das typisch fränkische Haus im Familienbesitz.

    Edle Weine, Fränkische Hausmannskost und Spitzengastronomie – eine Schmankerlreise

    Eine kulinarische Reise durch Franken scheint nahezu endlos. Die Gastlichkeit dieses Landstrichs bleibt unübertroffen. In Staffelstein-End ist es der Gasthof „Schwarzer Adler“, der zur Einkehr lockt. Weiter geht es nach Schweinfurt, wo die beiden Gaststuben des „Marktplatzstüberl“ als Inbegriff von Gemütlichkeit gelten. In Bischofsheim versammeln sich die Feinschmecker im „Rhönhäuschen“, während die alten Ritter Nürnbergs im „Alte Kuch’n im Keller“ mittelalterliche Zeiten beschwören. Andere lassen sich in einem verträumten Haus unter großen Bäumen mit rot-weißen Fensterläden nieder: Im „Rottner Großreuth“ von Nürnberg gibt es frisches vom Lande und aus dem Weinkeller vor allem Bocksbeutel.

    Wirsberg ist in aller Munde: Willkommen im Alexander Hermanns Posthotel! Das große Haus aus dem 17. Jahrhundert wurde seiner Zeit als Bäckerei und später als Metzgerei genutzt. Die gemütlichen Nebenzimmer mit vielen Erinnerungsstücken an den Wänden zaubern bis heute den Charme vergangener Zeiten. Eine ausgezeichnete Küche verwöhnt die Gäste mit Spezialitäten wie fränkischer Schiefertrüffelsuppe oder Jungrehkeule in Frankenrotweinsauce. Delikat ist der Karpfen im Gemüsesud.

    Christkindlmarkt Nürnberg
    Der Nürnberger Weihnachtsmarkt. Im Hintergrund ist die Frauenkirche zu sehen, Bild: Mapics / shutterstock

    Wer es idyllisch, still und abseits mag, der wird sich im Waldgasthof Bächlein von Mitwitz-Bächlein wohlfühlen. Der Gasthof liegt in einem Weiler im Walde und begeistert mit einer gemütlichen Zirbelstube. Eine Terrasse gehört auch dazu. Hier genießt man vorzügliche Wildgerichte, köstliche fränkische Suppen und frische Forellen.

    Nicht zuletzt lockt der Christkindlmarkt in Nürnberg: Das romantische Treiben auf dem Hauptmarkt mit dem Schönen Brunnen an der Frauenkirche zieht jährlich im Advent Zigtausende in die Metropole des Frankenlandes. Der Duft von Glühwein, Bratwürsten und Lebkuchen kündigt ein himmlisches Fest an.

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