Mittwoch, Oktober 28, 2020
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Goslar – attraktives Reiseziel im Harz

Goslar, das niedersächsische Städtchen am Rande des Nordharz, ist eine der bekanntesten Orte im Harzgebiet und als Ziel nicht nur für Tagesurlauber, für Wochenendtrips, sondern auch Langzeiturlauber bekannt und sehr beliebt. Die Stadt kommt mit ihren 18 Ortsteilen auf ca 50.000 Einwohner.

Nach Nordwesten hin grenzt die Stadt an die Ausläufer des Harzes mit dem Rammelsberg (Bergwerk), und im äußersten Süden an den Salzgitter Höhenzug. Im Westen ist es der Steinberg, und im Osten verläuft die Grenze zu Sachsen-Anhalt. Nordöstlich begrenzt der Harly-Berg die Stadt Goslar.

Die Bezeichnung „Berg“ ist schmeichelhaft, denn die Höhe beträgt lediglich ca. 256 Meter, allerdings ist dieser Hügel mit einem sagenhaften und sehenswerten Mischwald bewachsen. In den zahlreichen, bestens sortierten Bäumen fühlt sich die Vogelwelt zuhause. Für Wanderungen zwischen 1 und 4 Stunden bestens tauglich.

Historisches zu Goslar

König Heinrich I. schloss um das Jahr 920 mehrere Dörfer zusammen, die als Siedlung schon vor über 1000 Jahren bedeutend war. Grundlage für den Wohlstand der Stadt bildete 968 das nahegelegene, ergiebige Silberbergwerk Rammelsberg im Nordwesten der Ausläufer des Harzes.

Zahlreiche Reichstage der frühen deutschen Könige wurden in Goslar abgehalten, was die Stadt weithin bekannt machte. In diesem Zusammenhang wurden viele Kirchen, Kapellen und Klöster gebaut.

Museen in Goslar

Bergwerk Rammelsberg
Blick ins Bergwerk Rammelsberg, Bild: Takashi Images / shutterstock

In dieser Phase des Hochmittelalters entstanden insgesamt 47 Kirchen, Kapellen und Klöster. Noch heute sind einige dieser Bauwerke vorhanden und zu besichtigen.

  • Rammelsberg Museum und Besucherbergwerk (UNESCO Weltkulturerbe)
  • Zinnfiguren-Museum
  • Kunsthandwerk im Grossen Heiligen Kreuz
  • Zwinger Goslar: Museum des Spaten Mittelalters
  • Goslarer Museum
  • Mönchehaus Museum
  • Galerie Stoetzel-Tiedt

Kirchen in Goslar

  • Stabkirche
  • Marktkirche St. Cosmas und Damian
  • Neuwerkkirche Goslar
  • Jakobikirche
  • Goslarer Dom (Dömchen)
  • St. Jakobus der Ältere

Bauwerke

Kaiserpfalz, Goslar
Kaiserpfalz in Goslar, Bild: S-F / shutterstock

Beinahe vollständig erhalten ist die historische Altstadt von Goslar, geprägt von zahlreichen Fachwerkgebäuden, die ebenfalls zum Weltkulturerbe gehören. Man findet unzählige, vom Hauch der Geschichte umwehte Bauwerke wie:

  • Das Breite Tor
  • Zwinger
  • Kaiserpfalz
  • Domvorhalle
  • Marktkirche St. Cosmas und Damian

Nachdem Goslar im Späten Mittelalter zur Freien Reichsstadt und Mitglied der Hanse erhoben worden war, wurde es nötig, die Stadt durch festungsartig ausgebaute Verteidigungsanlagen zu schützen. Eindrucksvolle Überbleibsel davon haben dem Zahn der Jahrhunderte bis heute getrotzt und sind immer noch zu bestaunen.

Sehenswürdigkeiten der Stadt Goslar

Der historische Marktplatz von Goslar ist umgeben von zahlreichen Ladengeschäften, die zum Bummeln und einkaufen einladen. Hübsche Cafés und Restaurants verlocken zum Verweilen. Das von Figuren begleitete Glockenspiel darf man sich nicht entgehen lassen.

Man sollte Goslar nicht wieder verlassen, ohne das Rammelsberg-Bergbau Museum besucht zu haben. Auf dem Gelände des ehemaligen Erzbergwerks vermischen sich Museum, Denkmal und einstige Arbeitsstätte auf beeindruckende und einzigartige Art und Weise. Insgesamt drei Museumsgebäude präsentieren ein Zusammenspiel zwischen authentischem Ort und historischer Vergangenheit.

Die 1906 erbaute Kraftzentrale des Bergwerkes ist das älteste Gebäude auf dem Gelände. Seine Turbinen, Schaltzentralen und die gesamte technische Ausstattung lassen den gewaltigen Energiebedarf erahnen, der für den Betrieb des Bergwerkes nötig war. Heute ist dort in außergewöhnlichem Rahmen ein Museum für Moderne Kunst installiert.

Walderlebnispfad

Wer genug hat von all den Gebäuden und Sehenswürdigkeiten, der kann sich auf die Suche nach dem Walderlebnispfad begeben. Ihn zu finden ist alleine schon ein kleines Abenteuer, weil die Hinweisschilder zugewachsen sind. Eigentlich ist es mehr ein Lehrareal als ein Pfad. Es geht bergauf und bergab, man könnte sich glatt verlaufen. Aber auch für Kinder geeignet und kurzweilig. Natur sehen, anfassen, riechen, schmecken, entdecken.
In südlicher Richtung ist die Nonnenbergquelle zu finden. Sie erfrischt mit köstlichem Trinkwasser.

Attraktionen in der Umgebung

Als der geeignetste Startpunkt schlechthin für schöne Ausflüge, ganz gleich ob zu Fuß oder mit dem Fahrrad, ist der Radau Wasserfall. Harmonisch fügt er sich in das Bild mit dem Gasthaus, das zu einer ersten Erfrischung einlädt. Als Ausgangspunkt zu dem Eckerstausee kann man hier lohnenswerte Fotos schießen.

Einen überwältigenden Blick auf den Brocken hat man von der Rabenklippe. Das Waldgasthaus eignet sich für eine kleine Rast.

Von leicht über mittelschwer zu begehende Wanderwege bis schwierige Strecken, für die man entsprechende Ausrüstung und alpine Erfahrung braucht, sind für jeden Anspruch Wandertouren dabei.

Mitten im Wald stößt man auf die Stabkirche. Ein skandinavisch gestaltetes Bauwerk mit beindruckender Architektur und einem Interieur komplett aus Holz. Muss man besuchen.

Diese Sehenswürdigkeiten, nach Beliebtheitsgrad sortiert, wollen erkundet werden

  • Brocken
  • Hexentanzplatz
  • Barbarossahöhle
  • Rammelsberg Besucherbergwerk
  • Kyffhäuser-Denkmal
  • Teufelsmauer
  • Nationalpark Harz
  • Harzer Schmalspurbahn
  • Iberger Tropfsteinhöhle
  • Burg Falkenstein

Begriffe wie Hexentanzplatz, Teufelsmauer, in Goslar selbst das heimliche Wahrzeichen der Stadt, die Butterhanne, lassen auf zahlreiche mystische, schwer zu erklärende, dunkle Mächte schließen.

Bei der Herstellung von Butter beispielsweise hatte wohl der Teufel selbst seine Hand im Spiel. Alleine die „Butterhanne“ wehrte sich dagegen und wurde so zur Volksheldin. Das etablierte Restaurant Brusttuch nahe der Marktkirche bietet der „Butterhanne „ihren verdienten Platz, wo sie auf der benachbarten Knagge dem Teufel ihr Hinterteil zeigt.

Goslar ist ein sehr schönes, gepflegtes, historisches Kleinod. Sich einer Stadtführung anzuschließen lohnt sich auf jeden Fall.

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